2. Februar 2006

netzpolitik.org skandalisiert: Bundesregierung will Datensätze aller BürgerInnen verkaufen.

Ja, das gibt bestimmt prima Traffic. Ist aber grober Unfug, denn die Quelle gibt das gar nicht her: Die basiert nur auf Gerüchten und spricht auch nur von "digital auf [einem neuartigen digitalen Personalausweis] gespeicherten Personendaten".

Wie die Analysten von Kuppinger Cole + Partner (KCP) aus zuverlässiger Quelle im Bundesinnenministerium erfahren haben will [sic!], sollen die digitalen Ausweisdaten wie Name, Adresse und Geburtsdatum auf den neuen Personalausweisen zunächst nur für Behörden zugänglich sein. Will dagegen ein Privatunternehmen die Daten nutzen, muss es eine Berechtigung erwerben und ein Nutzungsentgelt entrichten

Von einer großen, abfragbaren Datenbank und einem Datenverkauf ist nirgends die Rede. Eher vom digitalen Zugriff auf den Daten, die in einem vorgelegten Ausweisdokument stecken. Das erscheint mir für viele Anwendungen ziemlich sinnvoll.

Via cwagner.

[Nachtrag] Ich hab mal an der Quelle nachgefragt.