3. Juni 2003

Geplatzte Hightech-Träume: Vision, Illusion, Halluzination - Netzwelt - SPIEGEL ONLINE über Larry Ellisons Vision vom Network-Computer.

Kommentieren
martin, 15:47 #

Manche Diskussionen sind einfach vollkommen sinnlos.

Kommentieren
martin, 12:57 #

Manche Zeitungsmeldungen sind einfach so schlecht, dass man eigentlich.... ach seht selbst:

(Aus der Chemnitzer Morgenpost)



Titel: Mann (57) starb bei heißem Sex-Film

Untertitel: Zu erregt [Das Publikum: "*Grööhhl!*"]

CHEMNITZ - [Die Wessis im Publikum kichern] Er war auf dem Höhepunkt seines Lebens [Einige betrunkene Männer hinten: "Broaah!", einige Mädchen kichern. Die Intellektuellen grinsen in sich hinein]: Knut-Steffen L. (57) aus Chemnitz vergnügte sich gestern Nachmittag im Sex-Shop (10 bis 24 Uhr geöffnet) [Wichtig.] in der Zwickauer Straße 309 [Ein Familienvater hinten links notiert mit] - bis ihn der Schlag traf. [Lachen beim Männerkegelclub]

Mehr als vier Stunden flimmert der Schwulenfilm „Boys of Pataya“ über die Mattscheibe. [Der Notizblock wird voller.] „Das ist der Mercedes unter den Filmen“, versichert der Betreiber. [Ein Nerd, ziemlich zentral, hackt in seinen Palm. Morgen wird der Film auf seiner Amazon-Wishlist stehen.] Knut-Steffen L. war der gleichen Meinung. Die Pataya-Boys waren sein Lieblingsfilm. Zweimal in der Woche kam er deshalb in das gepflegte Etablissement. Auch gestern schaute sich der Gehbehinderte [Yes! Das Klischee fehlte noch. Das Stammtischthema für morgen abend ist damit klar.] seinen Lieblingsfilm an.

Aber zum letzten Mal: Für 5 Euro (Getränke inklusive) [Good value for money] holte er sich eine Tageskarte [!] und ging in eine Kabine. Er stellte seine Krücken zur Seite und los ging’s. [Gegröhle.] Die Jungs vergnügten sich auf der Mattscheibe, Knut-Steffen L. in der Kabine. [Der Redakteur, auch im Publikum anwesend, feixt über seinen Sprachwitz.] Plötzlich wurde es ruhig. [Ein Mann: "Hähä!"] Ein Mann aus der Nachbarkabine fand den 57-Jährigen auf dem Boden, dachte, er sei eingeschlafen. [Man fragt sich, warum "der Mann aus der Nachbarkabine" plötzlich hereintritt. Im Publikum bemerkt keiner dieses ungewöhnliche Moment.] Der Betreiber ging auf Nummer sicher: „Der Mann hatte glasige Augen, da habe ich den Notarzt gerufen.“ Der Doktor konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nun wird die Leiche von Knut-Steffen L. obduziert. Offenbar war er zu erregt.

Manchmal wünsche ich mir eine Führerscheinpflicht für Kugelschreiber.

(Beim Artikel gibt es noch ein Foto der Leiche im Raum mit dem Fernseher und den Krücken an der Wand. Sehr geschmackvoll.)

Ein denkbar unglückliches Debut des neuen "City-Managers". Mit Sätze wie "weil Dresden auf dem besten Weg zum deutschen Premiumprodukt ist" oder "Dresden ist eine Marke." macht er sich hier keine Freunde.

Der Mann ist googlebar.

Back-to-Iraq.com (wir berichteten) kommt in die Library of Congress. Gratulation!

Kommentieren
TrackBack (0)
martin, 11:04 #