19. September 2006

[ Geschichten , Konferenzen , La vie ]

Vienna

Ich bin angekommen in Wien.

Michaelerplatz

Sie haben uns in diesem Hotel einquartiert, in dem eine Nacht so viel kostet, wie meine gesamte Monatsmiete in Dresden und uns unbegrenzte Spesenkonten gegeben. Sie haben uns heute Abend zum Essen ausgeführt und werden es morgen wieder machen. Es ist eine bizarre, surreale Welt auf der einen und eine irrsinnig profane auf der anderen Seite.

Ich mag diese Konferenzen und ich schätze die Gastfreundschaft sehr. Aber man muss vorsichtig sein, sich nicht von der Umgebung und dem Glitter zu sehr durchdringen oder täuschen zu lassen. Das hier ist nur selten das richtige Leben.

Hotelzimmer Radisson SAS Style Hotel Wien

Ich habe heute Abend ein gutes Gespräch mit Mathias Schindler geführt. Er wird morgen für Angela Beesley einspringen, die nicht hier sein kann. Er fragte sich, wie er in 2, 5, 10 Jahren sein Geld verdienen wolle.

Es gibt noch eine wichtigere Frage: Wie wollen wir eigentlich leben?

Auf diesen Konferenzen wird zu viel gesprochen und zu wenig zugehört. Ich verspreche, nicht mehr als meine 15 Minuten zu reden und ansonsten zu lauschen und für die Leute dazusein, die wirklich reden und hören wollen. Ich kann das Gerede und den Smalltalk nicht mehr. Ich will wichtige Sachen machen.

Bis morgen. Internetstream gibt's auf http://ispa.maz24.com/. Programm hier.

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Es gibt schlimmere Absteigen :-))
Viel Spaß in Wien.

Markus Pirchner am 20.09.06 07:07 #
 

Ich wünsche die selbe Menge an Spaß, die ich in Dresden hatte ;-)

Viele Grüße
Stephan List

Stephan List am 20.09.06 13:38 #
 

Geldsorgen hat die ISPA definitiv keine - dies stelle ich auch als profaner Teilnehmer fest. Das Catering während der Veranstaltung ist vom feinsten, habe eben das sehr einladende Mittags Buffet im 5. Stock genossen (tolle Aussicht!) - schade, dass ich dich niergends entdecken konnte, hätte noch gerne einen Kaffee mit dir getrunken, maybe next time! (den Nachmittag schenk ich mir).

FLOG am 20.09.06 13:48 #
 

Habe mich in den letzten drei Jahren auch auf vielen Konferenzen herum getrieben, teils als Organisator oder Vortragender. Fand den Glitter anfangs sehr aufregend (mit dem ICE unterwegs, Hotels mit königlichen Frühstücksbuffets,...)
Auf der letzten Jahrestagung vom Ökoinstitut habe ich mich nur noch gefragt, was um Himmels Willen ich bei dem schönen Wetter hier mache. Schulterklopfen, Selbstdarstellungen, Zahlen und markige Kurven. Wenig Authentisches.
Wo und wie man leben sollte? Ich glaube, so nah wie möglich am Leben selbst.

Kai Gildhorn am 30.09.06 15:45 #