25. August 2006

[ Diverses ]

Liebes Tagebuch...

... gestern war ich mit Jörg Holzmüller Mittagessen. Jörg Holzmüller ist der Geschäftsführer der Kelterei Walther. Vor zweieinhalb Jahren saßen wir schon einmal beim Essen zusammen. Ich erzählte ihm damals von Weblogs. Er verstand nur ganz wenig. Machte aber nichts. Denn in seinem Hirn begann irgendwas zu arbeiten und knapp zwei Jahre später startete seine Geschäftsführungskollegin Kirstin Walther einfach ein Weblog. Das lebt jetzt und stellt das Geschäft der Kelterei völlig auf den Kopf: Sie verkaufen mehr Saft, entwickeln neue Produkte und innovieren in allen Bereichen. Der Chef meint, dass sie jetzt anders denken würden und dass das das eigentlich interessante wäre. Auf jeden Fall geht's ihnen ziemlich gut. Und ich bin ein klein bisschen mit Schuld dran. Das gefällt mir.

Und wenn Du, liebes Tagebuch, mal jemand anderen weißt, der mich gebrauchen könnte, damit er lernt und denkt und dann was anderes macht, dann schick ihn zu mir...

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

Ein nerviger Anlass aber ein schöner Text. Wie überhaupt das ganze Saftblog. Herrlich der Vergleich eines Weblogs mit dem früher alltäglichen persönlichen Kontakt zwischen Chef und Kunden, der nicht durch ein Weblog ersetzt wir...

Gutes von Morgen: Dampf ablassen (26.08.06 12:18)

Da es am Montag beim Thema Unternehmen und Web 2.0 kurz angerissen wurde, hier die kurze Geschichte des Saftblog: E-Business-Consultant Martin Röll geht mit dem Geschäftsführer der Kelterei Walther, Jörg Holzmüller, Mittagessen und testet einige S

Partizipation oder Illusion?: OT: Das Deutsche Olympische Saftblog (21.12.06 15:57)

 

Danke, lieber Martin, für das gute Gespräch gestern in der Planwirtschaft (merkwürdig, daß wir uns gerade in einer Lokalität mit Namen "Planwirtschaft" getroffen haben ;-) ). Es sind stets gute Gespräche, die man mit Martin führen kann oder besser, er mit einem.

Vielleicht ist das überhaupt die bessere Methode für einen Unternehmensberater mit derartiger visionären Gabe, wie es Martin ist, mit seinen Kunden zu kommunizieren: Statt Strategiekonzepte und dutzenden von Charts zu präsentieren einfach das gute alte Gespräch wieder zu pflegen.

Und Gespräche mit Martin sind wertvoll, so wertvoll daß ich dafür bezahlen würde. In unserem konkreten Fall war es nur die Einladung zum Lunch.

Noch etwas: Daß ich damals, als Martin mich das erste Mal mit der Faszination Weblog konfrontierte, wirklich wenig verstanden habe, lag ausschließlich an meinen sketischen Haltung. Ich dachte seinerzeit, daß da nur einmal mehr eine neu Internetsau durchs Dorf getrieben wird. Ich hätte Martin schon damals besser zuhören sollen. ;-)

Jörg Holzmüller am 25.08.06 11:58 #
 

Tagebuchmarketing ;-)

50hz am 25.08.06 11:59 #
 

Was Jörg sagt, stimmt natürlich nicht: Er hat damals nichts verstanden, weil ich so undeutlich geredet habe, mit dem ganzen Essen im Mund. ;-)

Martin Röll am 25.08.06 12:31 #
 

@Martin:
Du weißt aber schon, daß man(n) mit vollem Mund nicht redet? Frag' mal Deine Mama ;-)

Ansosnten bin ich schwer beeindruckt - eine schöne Erfolgsstory. Glückwunsch!

Klaus Hintze am 26.08.06 06:29 #
 

Wann darf ich mit Ihnen essen?:-)... Will endlich mal die Macher in der Szene kennen lernen. Unterlasser gibt es genug in Kleinbloggerdorf.

Frank Huber am 27.08.06 13:58 #
 

Weblogs machen Spaß, auch wenn ich kaum Zeit habe sie zu lesen und zu schreiben. Schade nur, dass die Sprache darunter leidet: "innovieren" ist laut meinem Duden kein deutsches Verb. Es gibt Alternativen: "...und erneuern sich in allen Bereichen" oder "...richten sich an den aktuellen/zukünftigen Marktanforderungen aus" oder, oder. Schön wäre es, wenn Berater, oder solche die dafür gehalten werden, auch darauf ein bisschen achten würden. Denglisch alleine heißt noch nicht, dass man zu den "Innovierern" gehört.

Markus am 08.09.06 16:53 #
 

"innovieren" ist laut meinem Duden kein deutsches Verb

Die Frage ist nur, wer bestimmt denn, ab wann ein Wort deutsch ist oder nicht? Im Moment imho ja nur der Duden (oder?). Innovieren ist ein Verb, das genau etwas ausdrückt, wofür es im deutschen eben kein Wort/Verb gibt. So wie auch bei der Innovation. Wenn innovieren das gleiche wäre wie erneuern, dann wäre Innovation ja auch das gleiche wie Erneuerung. Ist es aber nicht.

Warum also nicht Wortschöpfung betreiben?
Denglisch ist imho etwas anderes, nämlich wenn man englische Wörter verwendet, für die es einen deutschen Ausdruck gäbe.

Übrigens: Google findet "43.000 Seiten auf Deutsch für innovieren". Man sollte irgendwann überlegen was gültig ist; der Duden oder die Menschen....

just be. am 09.09.06 08:08 #
 

Merci.

Martin Röll am 09.09.06 17:58 #