18. Juli 2006

[ Konferenzen ]

Im September: SHIFT-Konferenz in Lissabon.

SHiFT - Social and Human Ideas For Technology

Am 28. und 29. September findet in Lissabon die SHIFT-Konferenz statt - "Social and Human Ideas For Technology". Ich darf mich glücklich schätzen, als einer der ersten gefragt worden zu sein, ob ich dort sprechen möchte. (Vielleicht stimmt's gar nicht und die Organisatoren haben mich das nur glauben gemacht. Egal. Die Jungs - zwei von Ihnen habe ich inzwischen getroffen - haben mein Vertrauen.)

Die Konferenz hat jetzt zwei große Anliegen:

  1. Sie hätte gerne eine Menge Anmeldungen. Voilà, das hier ist mein Beitrag. Ich vermute, dass das sehr, sehr gut wird. Sehr portugiesisch und sehr reboot-artig. Letzteres steht für "interessant, konstruktiv, entspannt, angeregt, anregend". Ersteres erkläre ich nicht. :)
  2. Sie hätte gerne ein klareres Programm. ;-) Für mich heißt das konkret: Ich brauche eine Idee und einen Titel für meinen Vortrag. Ich habe dieses Mal die unendliche Freiheit, über irgendwas reden zu können. Nicht über Blogging, das Web, die Unternehmenskommunikation, die Wissensarbeit und nichtmal Getting Things Done, sondern einfach irgendwas.
Was würde Euch interessieren? Worüber sollte ich sprechen?

(Ich habe schon ein paar Ideen. Und das Gefühl, dass Ihr noch ein paar bessere habt. Wenn wir das zusammentun, könnte das gut werden. Und ich komme auch vorbei und halte den Vortrag noch einmal privat, wenn Ihr's nicht nach Lissabon schafft.)

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.  

Der selbstreferenzielle Weg: Du könntest darüber reden, was es für Dich (und die Welt) bedeutet, dass Du "irgendetwas" in Portugal erzählen darfst, obwohl Du aus DD kommst bzw. dort lebst und arbeitest, und was das mit sozialen Prozessen und SozialSoftware zu tun hat.

JensB. am 18.07.06 20:58 #
 

Ja sehr schön, ich glaub da hab ich eine Idee die dir auch gefallen könnte (wenn ich nur an Flickr urban mobility denke).

Titelvorschlag: time for a shift

Inhaltsvorschlag: es muss ein Umdenken, ein Kulturwandel einsetzen, damit wir die Möglichkeiten, die uns die Informations- und andere Technologien bieten sinnvoll einsetzen können

meine These/Beobachtung: immer stärkere Urbanisierung/Landflucht, Konzentration auf gewisse Zentren (München, Frankfurt, ...), digital divide, massive Nachwuchsprobleme in qualifizierten Berufen, Überflutung mit Unterhaltungsmüll, wenig information literacy

Andreas Weinberger am 18.07.06 21:53 #
 

Interessant wäre mal die Flüchtigkeit des Wissens, der Inhalte im Internet anzusprechen. Das z.B. reine digitale publizieren in Form von Blogs oder CMSs nimmt rasant zu. Gründe dafür liegen auf der Hand. Nur wer kümmert sich um den Erhalt der Inhalte? Wie kann eine erfahrene und nachweißbare
Wissenslandschaft auf dieses neue, flüchtige und digitale Fundament aufbauen? URI? openURL? archive.org?
Alles nur Lösungsansätze für Teilbereiche der Problematik und sehr kompliziert dazu.

Web2.0 ist schön, jeder kann jetzt mitmachen, nur wer profitiert davon in der Zukunft? Meine gebloggten Inhalte sind schon in wenigen Jahren nicht mehr auffindbar, davon ist auszugehen.
Die Erfahrung macht jeder der sich auf Online-Quellen bezogen hat und diese heute nochmal versucht „anzusurfen“, die meisten sind futsch. Interessantes Problem wie ich finde. Web2.0 existiert nur in der Gegenwart. (oder?)

Roberto De Simone am 19.07.06 01:18 #
 

Ich habe heute meinen Titel eingereicht. Ich habe "Time for a SHIFT. How we need to change our thinking and acting to use information technology sensibly." draus gemacht. Vielen Dank, Andreas. Das war's auf den Punkt. In der Richtung will ich künftig öfter sprechen.

Martin Röll am 24.07.06 11:03 #
 

Also ich weiß zwar nicht, ob sich das mit dem Thema der Shift-Konferenz vereinbaren lässt, aber ich denke, dass ein Vortrag über "Geomarkteting" sicherlich interessant wäre.

Immerhin scheint es einige Firmen zu geben, die Geld damit verdienen, z.B. Kundenwünsche geographisch aufzuschlüsseln bzw. Adressen mit Zusatzinformation wie Kaufkraft usw. zu füllen.

Die Verbindung zu Social Software (bzw. zum eigentlichen Thema der Shift) sehe ich in den Möglichkeiten, diese Informationen (zukünftig) durch Text-Mining aus Blogs etc. noch zu verfeinern.

Ein Szenoario: Martin schreibt in seinem Blog, dass er zur Shift nach Lissabon reist. Übermorgen hat er Werbung mit günstigen Flugverbindungen nach Lissabon im Briefkasten.

Eine andere Möglichkeit: Ich lade bei Flickr zwei Bilder meines Autos hoch, schon habe ich Serviceangebote von 5 nahegelegenen Vertragswerkstätten für eine Inspektion im E-Mailpostfach.

Das sind (ziemlich) sicher Beispiele, die es so noch nicht gegeben hat, aber ich könnte mir vorstellen, dass das eine zukünftige Möglichkeit ist, Dienste des Web 2.0 einzusetzen.

Auch im Hinblick auf die hunderttausenden Studenten (die zukünftig finanziell sicherlich interessanteste Kundenschicht), die gerade bei studivz.de ihre Lieblingsbands, Filme, Vereinsmitgliedschaften, politsche Weltanschauung usw. preisgeben, denke ich, dass ein Vortrag über Geomapping und die Chancen/Risiken, die sich aus neuen Informationsquellen wie Blogs und Verzeichnissen wie Studivz.de für die Branche sowie den Verbraucher ergeben, nicht ganz verkehrt.


Matthias Zepper am 24.07.06 11:08 #
 

Na dann bin ich ja gespannt wie der Vortrag wird - in Lissabon werde ich ihn mir kaum anhören können aber das Angebot für den Privatvortrag nehme ich bei unserem nächsten Treffen gerne an.

Übrigens habe ich in den letzten 3 Wochen etwas Material (für dich) "produziert" - Thema Technologienutzung und Überforderung des "Normalmenschen".

Andreas Weinberger am 19.08.06 02:48 #