12. Mai 2006

[ Unternehmen ]

Yahoo, visionär und aus der Erfahrung lernend

Auf die Frage danach, wie das Web in zehn Jahren aussehen würde, erklärte der Referent von Yahoo, dass Yahoo ein sehr großes Unternehmen sei, er nicht angeben wolle, aber es ja schon so sei, dass Yahoo mehr Kunden als all hier anwesenden Unternehmen zusammen habe. Sie seien sehr groß und sehr erfolgreich, und sie wären so erfolgreich weil sie ihren Usern immer zuhören würden.

Auf die Frage aus dem Publikum, was man aus den Fehlern der letzten zehn Jahre gelernt habe, antwortete der Referent von Yahoo folgendes:


Video auf Dailymotion
"... besser denn je heute verstehen, was unser User möchte und ich glaube, dass wir besser denn je heute Möglichkeiten haben, zu verstehen, was er möchte, weil wir besser tracken können, wie er sich auf unserem Netzwerk bewegt, weil wir besser denn je zuvor ihn nach seiner Meinung fragen.

Öh, wir haben gelernt, dass wir... Trends setzen können und müssen. Wir haben von unseren Usern gehört, dass wir... schnell sein müssen und wir haben von unseren Usern gehört, dass wir hochqualitative Services machen müssen, die auch funktionieren."

Strong Buy. Yahoo weiß, was geht.

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Telagon Sichelputzer: Next10Years und der Tag danach… (12.05.06 18:01)

 

Wir haben von unseren Usern gehört, dass wir... schnell sein müssen und wir haben von unseren Usern gehört, dass wir hochqualitative Services machen müssen, die auch funktionieren

Na das sind ja revolutionäre Neuheiten, die ihnen die User da geflüstert haben. Respekt!

Thorsten Ulmer am 12.05.06 08:45 #
 

Na ja, die Rhetorik ist auch nicht so mein Fall. Dass man aber auf die Frage nach den Fehlern der letzten zehn Jahre immerhin darauf zu sprechen kommt, was die "User" wollen, ist schon einigermaßen revolutionär für die Branche. Hat Herr Gläser denn in seinem Vortrag auch ein bisschen was zum "tracking" erläutert. Das würde mich interessieren...

Christian am 12.05.06 10:46 #
 

Es war kein Vortrag, sondern nur die Podiumsdiskussion (naja, "Diskussion": Antworten auf Fragen) zum Abschluss.

Martin Röll am 12.05.06 11:00 #
 

@Christian: Ich werd diese Vorgehensweise nie verstehen. Wie wird denn da in der Konzeption eines Dienstes vorgegangen? Jetzt basteln wir mal was und dann schauen wir mal was draus wird? Diese Dienste werden doch für den User angeboten. Dann kann ich doch nicht nach zehn Jahren mal langsam anfangen zu überlegen was der User will. Der User muss doch im Fokus aller Überlegungen stehen. Denkfehler auf meiner Seite?

Thorsten Ulmer am 12.05.06 11:42 #
 

@Thorsten: Problem ist erstmal zu klären, wer überhaupt mit "User" gemeint ist. Das muss man unter Umständen erst mal sorgfältig klären. Dann kann man die berechtigte Frage stellen, ob das was "der User" will, wirklich sinnvoll ist. Nach meinen Erfahrungen haben die wenigsten Hersteller überhaupt ein Konzept wann und in welcher Form Nutzer befragt werden. Firmen wie Google oder Apple wissen aus irgendwelchen Gründen ziemlich genau, was die User wollen. Bzw. realisieren diese Firmen relativ konsequent Produkte her, welche großen Zuspruch finden. Wenn ich mir beispielsweise die Situation bei Google vorstelle, dann mag das daran liegen, dass wohl so ziemlich jeder Entwickler auch intensiver Nutzer seines eigenen Produkts ist. Er hat also selbst ein großes Interesse daran, dass er keinen unbrauchbaren Mist herstellt. Dazu kommt natürlich auch eine gehörige Portion Firmenphilosophie, die sich erheblich auf die Art und Weise, wie Produkte entworfen werden auswirkt. Warum sollte z.B. Google Mail plötzlich mit Features überladen sein, die keiner will, wenn die Suchmaske noch fast genauso spartanisch daher kommt wie vor fünf Jahren? Das alles sind aber noch Thesen im BETA-Stadium ;-) und ich lade gerne ein, darüber mit mir unter http://www.hallo-user.de zu diskutieren!

Christian am 12.05.06 14:56 #