15. März 2006

[ Communities ]

Nächste Woche Donnerstag, Hamburg: Labrador Lounge, 'Die Macht von Online-Communities'

Übernächsten Donnerstag, den 23. März, bin ich in Hamburg zur Labrador Lounge, einer Veranstaltungsreihe von Lycos Europe, auf der Journalisten und Geschäftspartner von Lycos sich zu Internet-Themen austauschen. Diese sechste Veranstaltung dreht sich um Online-Communities. Mit mir auf dem Podium werden dort Markus Roder, ein Berater zu Viral Marketing, Sven Opitz, der Webmaster von Attac Deutschland und JG (auf seine Bitte hin verkürzt), "Chief Product Officer" von Lycos Europe, sitzen.

Die Flash-Website der Veranstaltung spricht davon, dass man sich mit "umseitigem Antwortfax" anmelden kann - es scheint also auch für Nicht-Journalisten und Noch-Nicht-Lycos-Geschäftspartner möglich zu sein, der Diskussion beizuwohnen. Heiko Hebig war vor einem Jahr als Panelist dort und offenbar war es gut. Sagt mir Bescheid, wenn Ihr kommt.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

Die Diskussion auf der Labrador Lounge heute Abend war in vielerlei Hinsicht interessant. Einer der zentralen Punkte für mich waren die unterschiedlichen Sichtweisen der Leute auf User oder, um es leicht zu überzeichnen: die unterschiedlichen Menschenb...

Das E-Business Weblog: Primitivinternet (24.03.06 01:30)

 

Nett... Ich werde mal sehen, ob sie mich reinlassen.

Tim Schlotfeldt am 16.03.06 15:03 #
 

Hab mich gerade angemeldet. Bin gespannt.

Ralph Möcklinghoff am 17.03.06 15:02 #
 

"Macht" scheint so ein Kernbegriff in der Blogspäre zu sein. Das ist mir die letzte Zeit ziemlich oft aufgestossen (unter anderem beim Spiegelbericht zum "von Matt Klowand Skandal").
Ähnlichen Beigeschmacke erzeugt bei mir der Begriff "Pranger". Und auch das Gejubel darüber, einen kleinen Trickbetrüger gefangen zu haben, kommt mir seltsam vor - besonders wenn man im Wissen über seine "weltweite Wirksamkeit" den Namen, der ja von (nur) 6 weiteren anderen Österreichern geteilt wird, überall verbreitet - auch nachdem der "Kriminelle" gefangen wurde.
Seltsame Sache das, und Hinweis darauf, dass nicht jeder seiner "Macht" gewachsen zu sein scheint.

Hellmann am 23.03.06 18:30 #
 

Na, das mit der "Macht" hat sich hier der Veranstalter und nicht "die Blogosphere" ausgedacht... Und warum soll man nicht darüber jubeln, wenn ein Krimineller gefangen wurde? Das ist doch großartig! (Sag mal: Was willst Du eigentlich sagen?)

Martin Röll am 24.03.06 00:15 #
 

Dagegen, dass ein "Krimineller" gefangen wurde, ist auch nichts zu sagen. "Kriminellen fangen" klingt gut, auf jeden Fall besser als "kleiner Trickbetrüger".

Ich habe auf den Umgang mit persönlichen Daten hingewiesen, nicht umsonst werden in der Presse Namen von Verdächtigen etc. nicht veröffentlicht. Eine Warnung zu schreiben, "jemand tritt unter dem Namen soundso auf" ist sicher ok., aber den Namen später immer wieder zu publizieren, ist es nicht (und bis zu einer Verurteilung, sollte es sich um den echten Namen handeln, auch unzulässig).

Aber darum geht es mir hier nicht. Es geht um den Begriff Macht. Der Veranstalter sucht ja nicht von ungefähr ein Thema aus, auch wenn das Thema unreflektiert ausgesucht wurde (wovon ich nicht ausgehe) gibt es dafür einen Grund.
Macht ist etwas sehr Ambivalentes, es kommt drauf an, wie man sie nutzt. Ich habe geschrieben, dass in meinen Augen der Begriff Macht, meist im Sinne von "publizistischer Macht" oder Einflussmacht, meinungsbildende Macht etc., sehr oft von Bloggern thematisiert wird. Meist reklamiert man "Macht", man fordert sie ein oder erklärt, man habe sie.
Warum? Warum ist das überhaupt so ein Thema, wieso schreibt man nicht vor sich hin und lässt es dabei? Bei der "macht" geht es seltener darum, ob und wie man sie nutzt, ob diese Nutzung legitim ist etc.

Ich wollte darauf hinweisen, dass es diese Aspekte gibt. Der Aspekt "Macht" im Sinne von Macht über Verbraucher und deren Meinungsbildung wird ja oft genug thematisiert, meist im Sinne von "wie können wir sie effizienter einsetzen".

Hellmann am 24.03.06 11:03 #