13. März 2006

[ Diverses ]

Pinökel

Ich brauch mal rasch Eure Hilfe: Wer von Euch kennt das Wort "Pinökel"? Wer nicht? Ich versuche rauszufinden, ob das nur regional verwendet wird oder allgemein verbreitet ist. Eine kurze Rückmeldung "ja ich kenn's und ich komme aus..." oder "nein, ich kenn's nicht und ich komme aus..." wäre prima. Und wo wir grad dabei sind: Kann jemand "Pinökel" sauber definieren?

Kompetenzteam: Pinökel.

 

Ich kenne es nicht, würde es aber mit einem stangenartigen Gebilde assoziieren.

Gruß,
Annabell

Annabell am 13.03.06 12:07 #
 

ich kenne es und ich bin aussem ruhrpott :)
ich denke, im ruhrpott kennt es jeder, nur die meisten sagen pinörkel

kalli am 13.03.06 12:11 #
 

Coole Frage. Pinökel (versuch Pinnökel) kommt nicht vom Niederrhein, da heißt "es" eher Pömpel oder Dingens. Hab ich schon gehört, aber eher im Ruhrpott, oder?

Pas au travail am 13.03.06 12:13 #
 

Hi Martin,

ich kenne den Begriff hier aus Köln. Ehrlich gesagt ich habe diesen Begriff des öfteren bei meinen früheren Arbeiten auf dem Bau gehört, immer irgendwie gewusst was gemeint wurde, aber mir keine ernsthaften Gedanken gemacht.

Viele Grüße aus Köln

Perun am 13.03.06 12:14 #
 

kenn ich, würd ich auch direkt in die Gegend Ruhrpott, Südwestfalen verorten, denn von da kenn ichs aus der Kindheit.

Eingesetzt wird es eigentlich immer kontextsensitiv und kann synonym statt der Phrase "das Dingens da" benutzt werden.

Henning Grote am 13.03.06 12:41 #
 

Komme aus dem nordwestdeutschen Raum und kenne den Begriff auch. Ich würde eher vermuten, dass es sich bei dem Begriff um Seglerlatein handelt. In dieser Sprache gibt es viele solcher merkwürdigen Begriffe.

Meiner Meinung nach ist es aber nicht mit einem Nupsie gleichzusetzen, denn ein Nupsie ist eher eine knubbelige Auswölbung zum dran ziehen und ein Pinökel ist etwas zum Festmachen. Gebe aber keine Garantie auf diese Definition.

Thore am 13.03.06 12:43 #
 

Südbaden, noch nie gehört.

Jan Piotrowski am 13.03.06 12:49 #
 

Keine genaue Definition zur Hand, aber die Hauptfigur im legendären Hörspiel "Als die Autos rückwarts fuhren" (Henning Venske, 1977) heißt mit Vornamen "LassdasPinökel". ;-)

Tim am 13.03.06 13:03 #
 

"Ein Pinökel ist so etwas wie ein Pömpel, nur kleiner. Bricht daher auch leicht ab."

Quelle: http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Pin%C3%B6kel#P

=8-]

Ach so: Hier in Düsseldorf ist das ein gängiger Begriff. Ich vermute, er hat seinen Ursprung in den Zeiten der französischen Besatzung unter Napoleon, wie so vieles hier.

Mario am 13.03.06 13:15 #
 

In Südbayern ist es unbekannt, wie man sich schon vom Klang her denken kann. Ö nimmt man hier nicht so gern :-)

(Die Blogads bremsen die Comments ganz bös. Ich hab auf Permalink geklickt, um hierher zu kommen, das geht gut, der andere Link lädt immer noch.)

Irene am 13.03.06 13:20 #
 

Ich (in Schwaben lebender Sachse mit schlesischen & österreichisch/schwäbisch/ungarischen Vorfahren) habe es noch nie gehört...

Karsten am 13.03.06 13:24 #
 

Als Pin*o*kel im Raum Aachen gebräuchlich (vielleicht lautet der Plural Pinökel) - schließe mich Thore an: knubbelige Auswölbung zum dran ziehen oder zum Festmachen

Hans Karl Schmitz am 13.03.06 13:29 #
 

Klar kenne ich den. Rund um den Jadebusen durchaus gebräuchlich. In Münster eher nicht. Hier im Ruhrgebiet dagegen sehr. Aber in dieser Einwanderungsgegend kann das kaum als Maßstab für die Herkunft des Begriffs dienen.
Es handelt sich um etwas in der Regel stiftförmiges. Bis Kugelschreibergröße. Eher kleiner. An was anderem fest angebracht. Häufig ein Schalter.
Leite es mal an meine sprachwissenschaftliche Abteilung weiter.

50hz am 13.03.06 13:32 #
 

nein, ich kenn's nicht und ich komme aus der Schweiz...

Dominik am 13.03.06 13:53 #
 

nein - österreich.

helge am 13.03.06 14:05 #
 

Südbaden. aber es gibt ein Spiel 'Binokel'. woher dessen Name kommt, kann ich nur raten aber ggf. von 'zwei Augen' (=deuce?) was in manchen Spielen die niedrigste Karte ist?

OG am 13.03.06 15:13 #
 

Kenne ich, würde sagen heisst so viel wie "ein kleiner Pinn/Stab der irgendwo raus hervorragt". Komme aus dem Kreis Gütersloh und denke der folgende link belegt den ursprung für den begriff Pinöckel, also mit einem zusätzlichen Buchstaben c: http://www.guetersloherisch.de/
da is noch einer, lipperland: http://lippisches.itsmyplanet.info/sprache.html
scheint also tatsächlich was mit dieser region zu tun zu haben.

Gerald am 13.03.06 15:14 #
 

Sprachliche Heimat Niederbayern, kenne aber auch oberpfälzisch sehr gut. Das Wort kenne ich nicht, nur Binokel sagt mir was.

Andreas Weinberger am 13.03.06 15:45 #
 

HAben hier die Diskussion auch schon mal gehabt. In Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland ist das Wort nicht üblich, vielleicht mit "Dingens", "Dingsbums", teilw. mit "Nubsi" übersetzt. Bei uns kennen es nur die Ruhrpott'ler respektive weiter nordwärts.

Björn Hasse am 13.03.06 16:06 #
 

Komme aus Franken, kenne es - aber wenn ich mich recht erinnere durch einen ehemaligen WG-Mitbewohner aus Osnabrück.
Eignet sich gut für Schüttelreime:

"Klageruf des Metzgermeisters"

Weil ich Fleisch nie pökel,
juckt mir mein Pinökel

:)

Jan Schmidt am 13.03.06 16:22 #
 

Aachener Raum - "Pinökel" ist bekannt
Ich assoziiere damit einen kleinen Pin, der irgendwo hervorsteht, wo man etwas befestigen oder eventuell draufdrücken kann.

Gruß Guido Pelzer

Guido Pelzer am 13.03.06 16:58 #
 

Pinökel - Pin mit Zugöse oder so :-) ganz gebräuchlich hier in Düsseldorf, so weit ich das sagen kann als Zugewanderte.

Carola am 13.03.06 17:23 #
 

Ich kenne es aus meiner Heimat Westfalen. Erklärung wie Guido aus Aachen.

TheoH am 13.03.06 17:50 #
 

Ich habs nie gehört (Gießen, Mittelhessen).

Moe am 13.03.06 18:19 #
 

dresden - noch nie gehört...

derbaum am 13.03.06 18:22 #
 

Mittweida - Gehört und benutzt. Wird synonymisch zum Begriff "kleines Dingens" verwendet.

Torsten am 13.03.06 18:43 #
 

Ich bin Berlinerin. Hier gibts das Wort nur von den Nichtberlinern. Ich hab es von einer Frau, die aus Gelsenkiiierchen zugewandert ist. Ist ein Schniepel jedweder Art *g*

Petra am 13.03.06 19:04 #
 

Habe das Wort auf meinen Expeditionen nach Brandenburg schon gehört, allerdings vor allem von einer Familie mit connections nach Westfalen.

Und was es bedeutet? Na, Pinökel eben!

WorldWideKlein am 13.03.06 19:13 #
 

Ja, ist bekannt.
Komme aus NRW/Niederrhein/bei Wesel.
Allerdings kommt meine Mutter aus Wattenscheid (daher kenn ich es) und mein Vater aus Gronau (Westfalen, da hat man nix zu lachen) der nutzt es nicht.

Olaf am 13.03.06 19:23 #
 

Meinst Du die Kneipe oder was anderes? ;-)

Als ehemaliger Bremer/Oldenburger ist mir der Begriff bekannt, obwohl ich zugeben muss dass ich nicht mehr so genau was das ist. Am ehesten ein kleine Lasche oder Knopf oder sowas wo man dran ziehen kann oder draufdruecken muss. Oder auch generell ein kleine Lasche/Knopf/Auswoelbung

Armin am 13.03.06 19:30 #
 

Als waschechter Oberpfälzer, der bei RoellNet2005 Verständnisprobleme verursachte, habe ich noch nie etwas davon gehört. Wie schon oben von Irene angemerkt, mögen wir Bayern den Laut Ö nicht sonderlich.

Beim Radiosender Bayern 3 gibt es - ich glaube - samstags immer ein Dialekträtsel, wo ein Hörer irgendwo aus Bayern den Begriff ausspricht und dann andere die Bedeutung erraten können. Ist manchmal ganz witzig, wenn man sieht, dass nahgelegene Orte unter einem ähnlichen Begriff etwas ganz anderes verstehen.

Christoph Hörl am 13.03.06 20:43 #
 

Ehemals Saarbrücken, jetzt Hamburg. Weder da noch dort jemals was von diesem Wort gehört.

Markus Trapp am 13.03.06 21:41 #
 

Ich komme aus Gera und habe den Begriff noch nicht gehört!

Alex

Alexander Groß am 13.03.06 23:31 #
 

Ich wohnte 20 Jahre in der nördlichen Oberlausitz und wohne nun seit knapp 5 Jahren in Dresden und es ist das erste Mal, daß ich dieses Wort lese.

René M am 14.03.06 00:09 #
 

Nie gehört, kann nicht mal entfernt etwas damit verbinden.
Münchner Kindl aus dem Allgäu mit preussischen und sächsischen Vorfahren.

Angel am 14.03.06 06:46 #
 

Ich komme aus dem Ruhrgebiet und dort ist das Wort geläufig.

Der Schockwellenreiter am 14.03.06 07:30 #
 

Kenne das Wort schon ewig, keine Ahnung woher.
Komme aus dem Oldenburger Münsterland (Niedersachsen, zwischen Bremen und Osnabrück).

Ansgar am 14.03.06 08:25 #
 

Also hier in Lüneburg habe ich das schon mal gehört, allerdings nicht gelesen.

Ich würde damit aber eher einen größeren Nupsie in Verbindung bringen.

Hagen am 14.03.06 08:31 #
 

In Dresden noch nie gehört.

Yvonne Schubert am 14.03.06 12:27 #
 

Baden Württemberg (Schwäbische Alb), nie gehört.

Thorsten Ulmer am 14.03.06 12:52 #
 

Rheinland-Pfalz, noch nie gehoert.

echox am 14.03.06 14:36 #
 

Wie die anderen aus dem Süden (bei mir Stuttgart): unbekannt

Jan Theofel am 14.03.06 15:33 #
 

Pinökel kenne ich auch nicht. Aber Pinörkel. Da würde ich mich kalli anschliessen. Hessen.

lars am 14.03.06 17:55 #
 

Luxemburg. Früher Schwaben. Noch früher Baden.
Nie gehört.

Michael P. Tomaszewski am 14.03.06 21:06 #
 

Also, ich bin geboren in Hannover und mit 10 nach Schleswig-Holstein gezogen. Kenne Pinökel glaube ich schon aus Hannover. Ein Pinökel ist ein kleines Etwas, so ähnlich wie ein Nippel oder Gnubsi. Er muss häufig gedrückt oder bewegt werden, oder hängt irgendwo dran.

Sebastian am 14.03.06 21:29 #
 

Nein, höchstens vage Assoziationen von irgendwas kleinem, nordwestdeutschen. ;)
Also in Berlin, Sachsen und München kaum gehört.

Magdalena am 15.03.06 00:29 #
 

dresden, nie gehört, gute nacht

mandy am 15.03.06 01:06 #
 

Ich bin aus Österreich, genauer Oberösterreich, und ich habe den Begriff noch nie gehört.

Jürgen R. Plasser am 15.03.06 02:00 #
 

Südbadische Heimat. Vollkommen ungebräuchlich und mir nur durch einen schläfrig-holzbeinischen Freund bekannt.

Allerdings kennt es das Wiktionary bereits: http://de.wiktionary.org/wiki/Pin%C3%B6kel

Axel Eble am 15.03.06 09:25 #
 

Ich kenne es, komme aus Nordhessen, habe es aber erst zu Zeiten kennengelernt, als ich schon in Frankfurt bzw. Gießen gewohnt habe.

thilde am 15.03.06 17:05 #
 

Ist in Berlin bekannt, möchte mich gern der Definition anschliessen "kleines Ding was irgendwo rausragt zum festmachen oder dran ziehen".

Thomas am 16.03.06 12:48 #
 

Ist in Hannover bekannt. Bedeutet kleines Ding.

Ulli am 19.03.06 18:25 #
 

Kenne es und komme aus Hamburg.

captain cord am 10.04.06 11:01 #
 

Bei uns in Hamburg heißen kleine vorstehende Dinge so, die irgendwo dran sind. Es kommt wohl aus der Kirchenarchitektur von Pinâkel. Siehe Wikipedia in Holländisch http://nl.wikipedia.org/wiki/Pinakel

flodurus am 22.04.06 22:06 #
 

Ah, interessant! Vielen Dank!

Martin Röll am 22.04.06 22:24 #
 

Da fällt mir ein, manchmal nennt man das auch Pinöpel...

Sebastian am 23.04.06 21:01 #
 

Ich bin aus Konstanz und habe das Wort noch nie gehort, es klingt auch nicht nach typisch sueddeutschen Buchstabenkombinationen.

Pinoekel koennte mit englisch 'pinnacle' verwandt sein:
die Spitze, der Gipfel, der Helm, die Mauerzinne , die Turmspitze.
Das wuerde auch erklaeren warum man es in Norddeutschland kennt aber nicht im Sueden.

Viola Muller am 05.05.06 14:36 #
 

Ich liebe dieses Wort!!!
Benutze es ständig... ;o)
Komme aus Kiel und mein bayerischer Freund behauptet, so ein komisches Wort gäbe es nicht.
Jetzt hat er den Beweis! *froi*
Also im Norden kennt man es zumindest...

Miri am 29.05.06 20:35 #
 

Ich kenne es aus der Pfalz, sprich "Pinökkel". Damit ist eine Schlaufe gemeint, z. B. eine die als Halterung bei einem Geschirrtuch zum aufhängen gebraucht wird.

Stephan Sorge am 07.06.06 19:04 #