7. Februar 2006

[ Reisen , Roell.Net ]

Kurzfristige Reise

Ich reise kurzfristig nach Wiesbaden, um dort morgen auf einer Tagung, auf der ein Referent ausgefallen ist, mit einem Vortrag zu Weblogs in der internen Unternehmenskommunikation auszuhelfen.

(Eckdaten: Heute Abend der Nachtzug nach Köln, 21:34, Ankunft in Köln 06:57, weiter um 08:15, in Wiesbaden um 09:29, Vortrag um 11.00, Tagung bis 17:30, zurück übermorgen über Tag mit der Bahn. Verabredungen wahrscheinlich am besten Donnerstag Vormittags in Wiesbaden oder Frankfurt.)

 

Uff - das klingt stressig. Da ich schon lange keine lange Bahnfahrt mehr gemacht habe: Gibt es noch richtige Schlafwagen, in denen man (gut) schlafen kann? Gibt's WLAN?

Wie fühlen Sie sich persönlich bei so einer Hauruck-Reise: Tatsächlich Stress (evtl. Umsteigen, Vortrag vorbereiten, Mails abarbeiten...), oder eher Ausatmen (Dinge in Ruhe erledigen, ein Buch lesen, Schlafen...)?

Frank Hamm am 07.02.06 18:42 #
 

Die schönen, holzgetäfelten alten Schlafwagen sterben leider langsam aus. Sie werden durch neumodische Kästen ersetzt, in denen man sich ein wenig wie eine Sardine in einer - dann, wenn man drin ist durchaus geräumigen - Büchse fühlt. Solange man seine Zelle nicht verlässt sind diese Wagen wirklich komfortabel - ich kann in ihnen ganz hervorragend schlafen! - aber sie sind leider völlig seelenlos. (Das Personal ist wiederum großartig! Das passt meistens überhaupt nicht zusammen: So freundliches Personal in so einer Aludosenarchitektur.)

Stress sind solche Reisen eigentlich nicht - auch nicht, wenn sie so kurzfristig kommen. Wenn man die Reiseplanung einmal durch hat, läuft eine Routine ab, die ich gut beherrsche (Reisegepäck packen, Leute anrufen, Aufgaben organisieren).Danach gewinnt man in der Tat oft Zeit und Ruhe zum Arbeiten und Lesen. Ich habe dafür eine eigene "@Offline"- bzw. "@Ruhe"-Kategorie in meiner Aufgabenliste, denn eine Internetanbindung gibt es auf den Strecken, die ich fahre oder fliege noch nicht.

Das ist fast immer eine Frage der Reiseplanung: Man braucht immer genug Puffer, Zeit zum Nicht-Arbeiten und Nicht-Herumfahren und zum Schlafen. Wenn man sich die organisiert, sind Reisen, auch lange oder eben wie heute, kurzfristige, meist angenehm.

Martin Röll am 07.02.06 19:33 #
 

Na dann rauschen wir ja gleich irgendwo bei Frankfurt oder so aneinander vorbei. Wink doch mal. Bin im NZ von Hamburg nach München.

50hz am 07.02.06 19:56 #
 

Vermutlich ist es eine "Haltungsfrage". Wer positiv an solche Reisen herangeht, der wird gerne an die positiven Aspekte denken (freundliches Personal) und das Nützliche / Berufliche mit den Angenehmen ("@Ruhe" etc.) verbinden. Wer (nur) das Negative sieht ("Sardinenbüchse"), der wird bei der Vorbereitung bereits ins Jammertal geraten...

Ich werde nachher mal aus dem Fenster winken (arbeite in Wiesbaden in der Nähe Kurpark, Theater)

Viel Erfolg beim Vortrag und eine angenehme Rückreise.

Frank Hamm am 08.02.06 08:23 #