22. Januar 2006

[ Ethik , Internet ]

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Diese E-Mail von Erik Möller vergangene Woche auf der Wikipedia-Mailingliste hat mich berührt. Ich bezweifle, dass das (und in der Folge dann das und das und noch mehr (z.B. I, II, via III)) die Welt in irgendeiner Weise besser macht.

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Die e-mail und auch viele der Hintergruende kannte und kenne ich zwar nicht, aber wie wenig darueber nachgedacht wird warum die Eltern all dies machen und wieviele arrogante Schnellschuesse (die haben keine Ahnung vom Internet...) in den verschiedenen Blogs und Foren die letzten Tage zu finden war hat mich auch etwas verwundert und sogar ein bisschen schockiert. Sogar das Wort Mob kam mir in den Sinn.

Armin am 22.01.06 02:29 #
 

Die Eltern tun mir auch leid. Das Problem sind die Anwälte, die Richter und vielleicht der eine oder andere im CCC. Deren Verhalten halte ich für nicht nachvollziehbar. Außerdem bin ich Misanthrop aus Überzeugung, ich will die Welt nicht besser machen.

Kossatsch am 22.01.06 08:45 #
 

Ich finde es auch ziemlich traurig wie bei den Blogger auf den Gefühlen der Eltern rumgetrampelt wird. Springender Punkt für mich ist dabei: hat der Name von Tron irgendeinen Informationsgehalt? Nein, hat er nicht. Es geht vielmehr um Voyeurismus der befriedigt werden will - zum Kotzen. Siehe auch: http://www.aumund.org/?p=1279

Joern am 22.01.06 10:43 #
 

Nachsatz: Hier steht etwas über die unter Unständen realen Beweggründe der Eltern. Sorry folks, das steht wenig bis nix mit Gefühlsduselei und Herzschmerz, sondern letzlich wirtschaftliche Interessen, wobei das Reisebüro der F.s (nein, ich schreibe den Namen hier nicht aus) wohl numehr das bekannteste in ganz Berlin sein sollte.

Kossatsch am 22.01.06 11:28 #
 

"Nachdenken hilft", meint Tim. Er hat recht.

Martin Röll am 22.01.06 11:49 #
 

Da gibt es nie Sicherheit. Die Gefühle der Eltern sind das Eine. Die Konsequenzen daraus das Andere. Warum die Wikipedia abschalten, zudem noch eine Seite, die kaum jemand benutzt. Jeder halbwegs gescheite Anwalt hätte das, was jetzt passiert ist, geahnt. Hätte ich Jura studiert, würde ich Trons Eltern helfen, den eigenen Anwalt zu verklagen.
Woanders habe ich gerade kommentiert: »Wenn ich mit Produkten des Herstellers Microsoft unzufrieden bin, lasse ich ja auch nicht gleich die deutsche Niederlassung enteignen.« Ein hinkender Vergleich, zugegeben.
Wenn ich Trons Namen genannt habe, dann in erster Linie, weil ich das juristische Vorgehen gegen den Wikimedia e. V. nicht in Ordnung finde, nicht weil ich auf den Gefühlen der Eltern herumtrampeln möchte. Es ist sicherlich ein Fehler, das alles nicht weiter in meinem Blogeintrag problematisiert zu haben. Hole ich nach, zumal die Suchmaschinen mich da weit nach vorne gesetzt zu haben. Bloggen heißt auch Verantwortung, das habe ich heute auf jeden Fall gelernt.

Kossatsch am 22.01.06 11:57 #
 

(Kossatsch antwortete auf einen Kommentar von mir, in dem ich fragte, woher er die Sicherheit nimmt, dass seine Sichtweise die wahre ist, den ich wieder gelöscht hatte. Ich lasse es so stehen.)

Martin Röll am 22.01.06 12:01 #
 

Bedingt lernfähig.

Kossatsch am 22.01.06 12:16 #
 

Ich habe den Namen von Tron nicht genannt (und auf Google-Traffic gesetzt), weil man nicht weis, was die Beweggründe der Eltern sind. Da wird immer mal wieder behauptet, es wären nur wirtschaftliche Interessen.

Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Ich und auch die allermeisten anderen wissen es aber nicht. Also kann und muss ich doch auch davon ausgehen, dass es für die Eltern wirklich eine Belastung ist. Ein Kind zu verlieren ist nicht ...

André Fiebig am 22.01.06 23:33 #
 

Es besteht also ganz offensichtlich zumindest die Möglichkeit die Gefühle der Eltern zutiefst zu verletzen. Nämlich dann, wenn die "wirtschaftliche Interessen-Theorie" nicht zutrifft. Und schon allein aus diesem Grund gebietet es der Anstand den Wunsch der Eltern zu respektieren.

Thorsten Ulmer am 23.01.06 09:49 #