3. März 2005

[ Social Software ]

Gaming the System: OpenBC

Auf der Business Networking Plattform OpenBC gibt es normale, kostenlose und kostenpflichtige "Premium"-Mitgliedschaften. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist es, dass man als nicht-zahlender Nutzer keine Nachrichten über die Plattform verschicken kann.

Das macht die Kontaktaufnahme relativ mühsam, da E-Mail Adressen bei den meisten Kontakten nicht einsehbar sind. Man muss also umständlich auf die Website eines Kontakts surfen (falls er eine hat, wenn nicht, ist googeln angesagt), dort seine Mailadresse herausfinden und dann E-Mail schreiben - direkt über das System den Kontakt aufzunehmen, wäre natürlich viel einfacher.

Wie schon gesagt: Normale Nutzer können das nicht. Aber sie können eins: Sie können Vernetzungsanfragen verschicken, also eine Anfrage losschicken, durch die Ihr Profil mit dem des Kontakts vernetzt wird.

Für viele nicht-zahlende Nutzer ist das genau der Weg der Wahl: Sie misbrauchen die Vernetzungsfunktion um damit Nachrichten zu übermitteln. Das funktioniert zuverlässig, denn zwar kann man als nicht-zahlender Nutzer keine neuen Nachrichten über das System versenden, aber antworten kann man! Man muss also nur eine Person einmal kontaktieren und dann deren Antwort immer im Briefkasten liegen lassen, dann kann man immer weiter mit ihr über das System kommunizieren.

Dieses Spiel hat drei Konsequenzen:

  1. Die Empfänger bekommen mehr Vernetzungsanfragen von Leuten, die sie gar nicht oder kaum kennen. Da die Textmenge bei einer Vernetzungsnachricht begrenzt ist, steht in ihnen selten mehr als "Hallo! Schön, Sie zu sehen!" Der Empfänger gerät damit in ein Entscheidungsproblem, den Absender zurückweisen zu müssen, was oft als unhöflich angesehen wird oder die Vernetzung zu akzeptieren und damit sein Profil zu "verwässern", also auch mit Kontakten vernetzt zu sein, zu denen er gar keine besondere Beziehung hat.

    Das Problem wird noch dadurch verstärkt, dass Nicht-Premium Mitglieder nur binär "Ablehnen" oder "Akzeptieren" aber keine Nachricht mit übermitteln können. Was tut man nun von einer Anfrage einer ganz flüchtig bekannten Person, mit der man zwar kommunizieren, aber sich nicht im Profil vernetzen will, die man aber auch nicht brüskieren will?

  2. Den nicht-zahlenden Sendern läuft die Mailbox voll: Sie müssen alle erhaltenen Nachrichten in ihr speichern, weil sie sonst einen großen Teil ihrer Kommunikationsfähigkeit im System verlieren. Sie speicher alle erhaltenen Nachrichten in ihrer Inbox, um dann bei Bedarf per "Antwort" einen Kontakt über das System kontaktieren zu können.
  3. Dem Betreiber verwässert das Netzwerk mehr und mehr. Es werden immer mehr Vernetzungen durchgeführt, die eigentlich nicht da sein sollten. Jeder E-Mail-Wechsel führt gleich zur Vernetzung. Damit sinkt der Wert der Plattform: Wer einen seiner Bekannten kontaktiert, um sich einem Bekannten dieses Bekannten vorstellen zu lassen, stellt oft fest, dass der Bekannte den Dritten gar nicht kennt, sondern "nur so" mit ihm vernetzt ist. Das Netzwerk verkommt zur Beliebigkeit.

Eine Lösungsmöglichkeit liegt darin, auch den nicht-zahlenden Nutzern normales Kommunizieren auf der Plattform zu ermöglichen. Dies liegt sehr nahe, denn durch diese Beschränkung werden nicht nur die nicht-zahlenden Benutzer belastet, sondern gerade auch die zahlenden!

Eine andere Möglichkeit wäre, den Empfängern der Vernetzungsanfragen eine einfachere und höflichere zurückweisende Antwortmöglichkeit anzubieten. Ich habe mir z.B., weil ich jede Woche etwa 5 Anfragen von Leuten kriege, die ich gar nicht kenne, dafür schon einen Textbaustein geschrieben! (Sinngemäß: "Hallo, ich weise die Vernetzung zurück, weil ich Dich gar nicht kenne. Ich handhabe das ziemlich restriktiv, weil es Dir und mir nichts nützt, wenn Du in meinem Profil stehst und mich jemand nach Dir fragt und ich ihm dann überhaupt nichts zu Dir sagen kann. Nimm's nicht persönlich. Wir können trotzdem Geschäfte machen. Schreib mir Mail." Aber wer nimmt sich die Zeit, so einen Sermon jedes Mal zu texten und geht dabei das Risiko ein, auch noch misverstanden zu werden? Da ist ein Klick auf "akzeptieren" viel einfacher. Und jeder Klick ist ein Schritt näher an der Aufgabe des Kontaktnetzwerks, weil ein Kontakt nichts mehr bedeutet.)

Auch aus einer anderen Perspektive betrachtet, liegt eine anderes Anreizsystem für nicht-zahlende Nutzer nahe: Der Wert des Netzwerkens liegt gerade in der Kommunikation mit anderen Nutzern. Erst wer ein paarmal intensiv über das System mit Leuten in Kontakt war, lernt es wirklich schätzen (glaube ich. Das ist mein Eindruck.). Eine Beschränkung z.B. auf wenige (5?) Nachrichten pro Woche oder eine Beschränkung an anderen Stellen im System (Maximalanzahl der Kontakte, Suchfunktionen, Berichtsfunktionen - bei den letzteren beiden wird das schon praktiziert) könnte viel wirkungsvoller sein.

Vor allem aber hätte ein anderes System nicht die negativen Effekte auf andere Netzwerkteilnehmer und das Netzwerk als Ganzes.

OpenBC sollte sein System ändern. Tut es das nicht, wird das Netzwerk stark an Wert verlieren. Zwar werden nicht-zahlende Nutzer durchaus noch zu Premium-Kunden werden, doch wird gerade für die Premiumnutzer das Netzwerk immer weniger interessant, weil die Zahl der Vernetzungen pro Kontakt zu hoch und die Qualität der Vernetzungen zu niedrig ist. Wenn dazu noch Belästigungen durch zahlreiche Anfragen kommen, werden sie nach kurzer Zeit wieder abspringen.


Epilog: Ich hatte das Problem gestern dem Support geschildert. Heute Antwort:

From: Open Business Club - Support <de-support@openbc.com> To: Martin Röll <martin@roell.net> Date: Thu, 03 Mar 2005 16:33:49 +0100

vielen Dank für Ihre Email. Die Anregungen unserer Mitglieder sind uns sehr wichtig, da wir diese für Überlegungen zur Optimierung der Plattform gerne berücksichtigen.
Derzeit ist es allerdings nicht Angedacht diese Einschränkung aufzuheben.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

die Verwässerung von OpenBC ist vielleicht doch schon weiter fortgeschritten. Aber ist es so sicher, dass die beobachtete Vernetzungsinflation aus der Motivation Nachrichten schicken zu können entsteht, wie Martin Röll vermutet?
Ist mir da ...

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Soeben habe ich mein Postfach in meinem OpenBC-Account etwas durchforstet und entleert. Dabei ist mir eine private Nachricht aufgefallen, die ich als Reaktion auf einen Foren-Beitrag über Sammeltrucks bekommen habe. Darin wurde mir das Sortiment der Firma

C-blog - Das Weblog von Christoph Hörl: OpenBC - Manchmal wundert man sich schon (05.03.05 07:50)

..soziale modelle die für kurze zeitspannen (~6-12 monate) gut funktionieren, aber für einen längeren user-lifecycle untauglich sind, denn das netzwerk wird immer größer und verwässert zusehends. in der folge entsteht das problem der toten knoten: abge...

Helge's Blog: zur zukunft von openBC und linkedIN (10.05.05 20:33)

Martin Röll hat handelsblatt.net entdeckt. Sieht nicht nur aus wie OpenBC sondern ist auch OpenBC. Nur eben mit einem anderen Logo oben dran gepappt, ein paar an das Logo angepassten Farben und ein bischen teureren Preisen. Martin meint: "Ist...

Jans Technik-Blog: Murks powered by OpenBC (17.05.05 20:42)

 

die "Verwässerung" von OpenBC ist vielleicht doch schon weiter fortgeschritten. Aber ist es so sicher, dass die beobachtete Vernetzungsinflation aus der Motivation Nachrichten schicken zu können entsteht?
Ist mir da ein Supervorteil entgangen, kenne eigentlich kaum Leute ohne mailadresse, wozu über OpenBC Nachrichten senden?
Vielleicht steckt da nur ein neues Gesellschaftsspiel hinter, wer hat die längste Kontaktliste, egal wer da drin steht?

Rolf Langhoff am 03.03.05 18:43 #
 

Ich bin mir sehr sicher, dass ich einen "Kontakt", in dessen Profil viele hundert weitere "Kontakte" stehen (und von diesen gibt es bei openbc gar nicht mal so wenige!), gar nicht unter meinen Kontakten wiederfinden möchte. Eines der wesentlichen Momente beim "Netzwerken", den anderen nämlich kennenzulernen, ist kaum möglich, wenn ich mich mit vielen oberflächlichen Beziehungen umgebe. Denn das Kennenlernen erfordert Zeit, um die Integrität, Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz und Spezialisierung meines Gegenübers zuverlässig einschätzen zu können - Irrtum vorbehalten. Und auch eine schiere Menge an Kontakten kann nicht verhindern, für einen Schwätzer oder Luftikus gehalten zu werden, wenn sich das im persönlichen Gespräch so herausstellt.

Bis jetzt war openbc ganz hypsch, um Schulfreunde oder ehemalige Arbeitskollegen wiederzufinden, an denen mir etwas liegt, und bei denen ich mir vorstellen kann, auch geschäftlich miteinander zu tun zu haben. Trotzdem ist der Nutzwert irgendwo zwischen "schöner Zeitvertreib" und "Spielzeug für Minderausgelastete" angesiedelt. Ich kenne zwar jemanden aus dem Musikbusiness, der beginnt, über openbc nennenswerten Umsatz zu erzielen, doch er scheint die Ausnahme zu sein.

Jede Woche 5 Anfragen von Unbekannten zu erhalten, die sich mit mir "vernetzen" wollten, würde allerdings schnell dazu führen, mich bei openbc wg. erwiesener Unseriosität abzumelden. Doch für andere scheint es ein Trendspiel zu sein - die Mode, "Businesskontakte" zu sammeln. Wenn's schee macht.

Matthias Kryn am 04.03.05 00:01 #
 

Da die Kontakterei eh jeder anders handhabt, hat das, was hier beschrieben wird, nie existiert: http://a2o.blogg.de/eintrag.php?id=62

Daran hat sich nichts geändert, außer vielleicht, dass sich mein Interesse an openBC schon deutlich verflüchtigt. Mal schaun, was sich ergibt.

Silke Schümann am 04.03.05 12:01 #
 

ich hab beim openBC auch zu Anfang jeden Kontakt angenommen, inzwischen handhabe ich das restriktiver und verschicke auch ablehnende Mails, bemühe mich dabei aber auch, freundlich und individuell auf die Kontaktanfrage einzugehen.

Trotzdem habe ich inzwischen über 100 Kontakte. Allerdings kenne ich die meisten persönlich, mit einigen habe ich zusammengearbeite, andere aus Geschäftsbeziehungen. Ich würde mir ein Qualifizierungssystem für Kontakte wünschen. Das können gerne wertfreie Kategorien sein wie (Ex-)Kollege, Kunde/Geschäftspartner, Privat, openBC Kontakt. Ähnliches ist in den openBC Foren schon einmal vorgeschlagen worden, ich weiß aber nicht, ob so etwas mehr Chancen auf Realisierung hätte.

Henning Grote am 04.03.05 13:11 #
 

Auch die Gästbuch-Funktion umgeht die Einschränkung als "Nicht-Premium-Mitlgied" keine Nachrichten schreiben zu können. Die kann zwar jeder lesen und der Nutzer wird auch nicht aktiv darauf aufmerksam gemacht man kann dadurch aber auch die Kommunikationsbarriere umgehen.

Marius am 04.03.05 16:44 #
 

> Eine andere Möglichkeit wäre, den Empfängern der Vernetzungsanfragen eine einfachere und höflichere zurückweisende Antwortmöglichkeit anzubieten.

Vor kurzem wollte ich eine Person zu meinen Kontakten aufnehmen, die ich irgendwo im Forum kennengelernt habe. Als sie meine Anfrage erhalten hatte, schrieb sie mir eine Nachricht, dass sie nur Kontakte aufnehme, die sie in der Realität schon getroffen hat. Begründung:

> Sonst würde das "Tool" openBC aus meiner Sicht schnell unbrauchbar.

Dafür hat sie mir ihre Kontaktdaten freigeschaltet und mir ihre E-Mail-Adresse gegeben. Es gibt also auch eine "nicht-kontaktierten" Kontakt.

Christoph Hörl am 05.03.05 07:36 #
 

Bei OpenBC finde ich störend, dass man die Anzeige der (eigenen) Kontakte nur generell einschalten (Default) oder abschalten kann. Einige User haben die eigenen Kontakte generell abgeschaltet, dies blockiert das Netzworking, weil man nicht sieht, wenn XY in seinen Kontakten hat. Aber andererseits möchte ich vielleicht wirklich nicht allen meiner Kontakte alle meine Kontakte zeigen, den meistens schon, aber einigen wenigen dann doch nicht.

Im Übrigen habe ich auch schon über 100 Kontakte, die meisten davon kenne ich persönlich oder zumindest virtuell über eMail oder Telefon. Zunächst gabs einen dramatischen Zuwachs, aber mittlerweile kommen kaum Kontakte dazu - also keine Spur von Wettbewerb "Meine Kontaktliste ist länger" :-) !

Adalbert Duda am 07.03.05 00:26 #
 

Sie haben alle viele spannende Ansätze, dass ich gar nicht weiß, welchen ich weiter verfolgen möchte!

Vielleicht den, dass das Ablehnen von potenziellen Kontakten nicht unhöflich ist. Der oder die "Abgelehnte" erhält von Ihnen keine automatische Nachricht, die besagt: "Ich finde, Sie passen nicht in mein Netzwerk". Die Vorgehensweisen von Martin Röll und Silke Schümann finde ich gut und praktiziere ich oft selbst. Sie ist natürlich aufwendiger - gute Handarbeit (im Networking) fordert aus meiner Sicht etwas persönliches Engagement ;-)

Meine Anzahl an Kontakten ist berufsbedingt weitaus höher. Falls Sie gleich auf mein Profil schauen werden: Als Pressesprecherin ist man mit vielen Leuten im Dialog (schmunzel). Ich kann bestätigen, dass nicht jede E-mail zur Verlinkung führt.

Was ich Ihnen sagen kann ist, dass es bei openBC drei Nutzergruppen gibt: die "Kontaktesammler" (Neukundengeschäft), die "Kontaktepfleger" (Businesskommunikation) und diejenigen, die gerne beides praktizieren wollen und können.

Wir haben zum Thema Networking und Kommunikation just eine Studie veröffentlicht. Schauen Sie gerne hier: https://www.openbc.com/pdf/openBC-Europastudie_de.pdf

Das Feedback kommt übrigens von nahezu 8.000 openBC-lern, die freiwillig mitgemacht haben! :)

Letztendlich bestimmt jeder Nutzer selbst wofür er openBC nutzt (neue Kontakte, neues Business, alte Bekannte, Expertenaustausch). Die Empfindung wie qualitativ hochwertig das eigene Netzwerk ist, ist ebenfalls eine mehr oder minder subjektive Einschätzung. Ich kann sagen, dass ich mehr Kontakte habe (gehöre also augenzwinkernd formuliert ins Lager der "Sammler") und dass die Qualität meines Netzwerkes, entsprechend meines Zweckes (Pressesprecherin für openBC), hoch ist. Was mich an dieser Stelle neugierig macht: Kennen Sie eine Person die sagt "Ich habe ein minderwertiges Netzwerk"?

Was ich Ihnen unbedingt nahe lege: Wenn Sie sich auf openBC "belästigt" fühlen, dann zögern Sie nicht die Person bzw. das Profil an unseren Abuse-Manager zu melden. Den richtigen Knopf dafür finden Sie auf der linken Navi-Seite, wenn Sie auf der entsprechenden Nachricht sind (gilt auch für offensichtliche Fake Accounts!). Wir verstehen in Ihrem Interesse, also im Interesse unserer Nutzer, keinen Spaß bei Themen wie Spam, Werbung und Multilevel-Marketing!

Zum Thema Sicherheit: Jeder von Ihnen hat seine Sicherheit bei openBC selbst in der Hand und kann den gewünschten Sicherheitsgrad individuell bestimmen. Wir unterstützen Sie dabei mit u.a. vielen technischen Möglichkeiten und mit unserem Commitment für die international strengen Datenschutzbestimmungen der Europäischen Kommission.

Es ist aus meiner Sicht legitim, wenn einzelne Mitglieder Ihre Kontakte bedeckt halten, wenn sie sich dabei wohl (also sicher) fühlen. Nachvollziehbar ist, dass diese Mitglieder ein anderes Empfinden hinsichtlich des Themas Networking haben. Ob dies nun das Networking blockiert oder fördert ist wiederum subjektiv.

Wenn Sie Ihre Hand bildlich aufs Ihr Herz legen und sich fragen: Möchte ich jederzeit aufs Neue kontaktieren und kontaktiert werden? Ist Ihre Antwort dann:

[ ] "nein"
(Sie bevorzugen eher Networking im geschlossen Netzwerk. Das können wir Ihnen mit der openBC-Plattform nicht bieten. Wir verfolgen hier den offenen Ansatz.)

oder

[ ] "ja"
(openBC ist ein offenes und sicheres Netzwerk. Also optimal für Sie, wenn Sie nichts davon halten, dass Ihre Kontaktanfragen über Dritte weitergeleitet werden - oder eben nicht.)

Wo immer Sie sich am besten aufgehoben fühlen: Ich wünsche Ihnen angenehmes Netzwerken und viel Erfolg bei allem was Sie vorhaben!


Herzlichst
Ihre
Daniela Waschow

PS: Auch wir machen die Erfahrung, dass unsere Nutzer geschäftlichen Erfolg mit openBC haben. Wir werden von unserer Seite hart daran arbeiten, dass dieser anhält, sich stetig weiter entwickelt und auf weitere Nutzer überträgt!

Daniela Waschow am 08.03.05 21:23 #
 

Der hier interessiert mitlesende Leser sollte sich nicht wundern, dass ich nicht antworte. Wir haben das am Telefon fortgesetzt.

Möglicherweise kann mein Eintrag missverstanden werden: Es geht mir nicht um eine grundsätzliche Kritik an OpenBC, sondern nur um die beschriebenen Systemeffekte, die den Wert des Dienstes aus meiner Sicht beeinträchtigen (wobei der Hinweis, dass die andere Person eine Ablehnung nicht mitbekommt, Gold wert war). Ich bin seit einigen Tagen zahlender Premiumnutzer der Plattform und finde sie ausgesprochen gut gemacht und nützlich. Die Plattformen, die mich weniger interessieren, kritisiere ich gar nicht erst! ;-)

Man kann Kontakte auch aus seinem Profil wieder löschen - der gelöschte Kontakt wird davon nicht informiert.

Martin Röll am 10.03.05 14:10 #
 

> Eine Beschränkung z.B. auf wenige (5?)
> Nachrichten pro Woche oder eine Beschränkung
> an anderen Stellen im System (Maximalanzahl
> der Kontakte, Suchfunktionen,
> Berichtsfunktionen - bei den letzteren beiden > wird das schon praktiziert) könnte viel
> wirkungsvoller sein.

Sehr geehrter Herr Röll,

vielen Dank für die wertvollen Anregungen zur Optimierung der kostenlosen Basiseinträge in Social Network Portalen. Das Team von www.beonit.com/businees-1/ nimmt Ihre Vorschläge gerne an und lässt sie in die weitere Entwicklung des Portals einfließen.

Die Begrenzung der Maximalanzahl der Kontakte, d.h. des Vernetzungsgrades, eines Basismitglieds scheint ein gutes Qualitätskriterium zu sein. Allerdings muss überlegt werden, wie mit überschüssigen Kontakten verfahren wird, wenn ein Premium-Mitglied zum Basis-Mitglied wird und dann weniger Kontakte verwalten dürfte als vorher.

beonit.net zahlt seinen Mitgliedern 20 Prozent Provision für geworbene Premium-Mitglieder. Aktive Networker werden also schön mitverdienen und die eigene Premium-Mitgliedschaft aus den laufenden Erträgen bezahlen können, zumal die monatlichen Kosten der Premium-Mitgliedschaft deutlich unter denen der Mitbewerber liegen werden.

Klaus Schultheis am 13.04.05 15:36 #
 

Oh, noch ein Business-Netz. Viel Erfolg...

Die Begrenzung der maximalen Anzahl der Kontakte sah ich eigentlich nicht als Qualitätsregelinstrument, sondern nur als alternativen Anreiz für eine Premiummitgliedschaft.

(Mich wundert es etwas, dass Sie noch billiger als OpenBC (6 Euro/Monat) sein wollen. Ist die Zielgruppe wirklich so preisempfindlich?)

Martin Röll am 13.04.05 15:53 #
 

Ökonomische Logik.

(1) Selbstverständlich will und muss openBC die Kommunikationsfähigkeit der Nicht-Premium User begrenzen. Da die Plattform zum Glück völlig werbefrei ist LEBT sie von Premium Usern.

(2)Die Lösung für die beliebigen Kontakte: Einfach eine Einstellung der Gewichtung

a) virtueller Kontakt
b) flüchtiger Bekannter
c) Business Partner
d) guter Freund

Hannes Offenbacher am 29.06.06 16:16 #