29. Januar 2005

[ Software ]

Superkurztest: Aethera PIM, kmAnywhere

Ich habe heute die PIM-Applikationen Aethera (in der Version 1.2) und kmAnywhere 2005 (ehemals "ES Power Keeper") kurz getestet und beide wieder von meinem Computer geworfen.

Aethera ist ein E-Mail/Adressbuch/Kalender/Aufgabenlisten-Programm à la Outlook, nur simpler und unter GPL. Mich haben nur der Kalender und die ToDo-Liste interessiert, die anderen Bausteine habe ich praktisch nicht angeguckt.

Von den Funktionalitäten her kommen beide Elemente Outlook nahe. Die Bedienung ist an ein paar Stellen einfacher, weil die Formulare simpler sind und die Folge der Aktivierung der Felder durch TAB logisch und einfach ist. An anderen Stellen ist sie komplizierter, vor allem, weil es kaum Rechtsklick-Funktionalitäten gibt, die man in Outlook ständig einsetzt.

Die Einträge der Aufgabenliste sind nicht filter- oder gruppierbar (das ist ein K/O-Kriterium für meinen Einsatz). Die Formulare sind nicht anpassbar. Nicht, dass ich das erwartet hätte, aber um gegen Outlook zu bestehen, müssen die Formulare entweder anpassbar oder besser sein. Besser ist der Aufbau hier leider nicht - er ist relativ nah am "Original" und ansonsten nur anders, mit der Übernahme einiger Fehler (Tabs, wo keine benötigt werden u.ä.)

Auf kmAnywhere bin ich durch eine E-Mail des Programmiers aufmerksam geworden. Ich war erst skeptisch, aber Als er ausführlich auf meine Mail (sinngemäß "ich schau mir das gern an, wenn Du mir erklärst, wie das zu den Ideen aus Distributed KM passt" - ich hatte nicht erwartet, darauf eine höfliche Antwort zu kriegen. ;-)) antwortete, war ich neugierig.

Ich hätte mir die Screenshots genau anschauen sollen: kmAnywhere bricht die Windows-Standards und baut sich seinen eigenen Desktop, mit eigener Task-Leiste, eigenem "Start"-Button und Nicht-Standard-Symbolen oben rechts. Es beinhaltet Applikationen zum Notizen Machen (ein Texteditor mit "ordne einzelne Textfiles in Hierarchien an"-Funktion), einen "KM Browser" (ein Webbrowser mit etwas erweiterter Bookmark-Funktion), ein E-Mail-Modul (nicht angesehen), eins für ein Adressbuch (dito) und eins für einen Kalender (der als Projektkalender gedacht zu sein scheint und eine Reihe Funktionen für die Projektabrechnung mitbringt).

Alle Module strotzen vor Toolbars und Icons. Möglicherweise sind sie nützlich und nach Einarbeitungzeit auch zu bedienen, möglicherweise stecken auch ein paar gute Ideen oder innovative Features drin, aber da angesichts der wirren Optik der Suite und des Nicht-Standard-Verhaltens des Programms eh klar war, dass ich es nicht verwenden würde, habe ich hier abgebrochen und es wieder deinstalliert.

(Bevor sich Unmut regt, weil ich den Programmierern oder sonstwem Unrecht tue: Ich habe ziemlich genau 15 Minuten in das Ganze investiert, nicht mehr. Das ist kein objektiver Softwaretest, sondern nur die Dokumentation eines kleinen, privaten Herumspielens mit Software, das nicht zum Zweck hatte, herauszufinden, ob "die Software gut ist", sondern nur, ob sie für mich interessant ist. Aethera hat Potenzial - in der aktuellen Version ist es für mich aber nicht nutzbar, bzw. einfach keine Konkurrenz zur Kalender/Todo-Funktion von Outlook. kmAnywhere erscheint mir relativ hoffnungslos: Es gibt einfach keinen guten Grund für den eigenen Desktop. Ich will keine Suite, die nur in sich gut integriert ist, sondern eine, die auch mit dem Rest von meinem Computer integriert.)

[20.01.05] Für den nächsten Test: EssentialPIM.

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