29. Januar 2005

[ Transparenz ]

Der Pranger wirkt.

Ich hatte gerade einen Anruf von einem Spammer, dessen Spammen ich bei mir im Newsfeed dokumentiert hatte. Er informierte mich, dass er gerade einen Auftrag über 4000 Euro verloren hatte, weil ein Kunde seinen Unternehmensnamen gegoogelt und meinen Eintrag gefunden hatte.

Es war zu meiner angenehmen Überraschung ein ruhiges und höfliches Telefonat. Er hat sich für das Spammen entschuldigt und mir versichert, dass seine Firma das künftig nicht wieder tun wird. (Er hatte auch schon fast seinen Provider deswegen verloren.)

Ich habe den Newsfeedeintrag gelöscht. Es hilft niemanden, wenn der Mann und seine Firma auf ewig gebrandmarkt sind. Mögen sie in Zukunft ihr Geschäft auf anständigere Art betreiben.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

Der Pranger war schon im Mittelalter ein probates Mittel um Schandtaten in den Blick der Öffentlichkeit, damals war es der Marktplatz, zu stellen. Heutzutage gibt es den Pranger nicht mehr, obwohl .... Martin Röll hatte vor einiger Zeit eine

IT-Frontal: Spammer an den Pranger (31.01.05 15:58)

Gerade habe ich bei IT Frontal einen Beitrag über die Wirkung des digitalen Prangers gegen Spammer gelesen. Dabei wird auf Martin Röll Bezug genommen, der kürzlich einen Erfolg durch den virtuellen Pranger vermelden durfte. Das erinnert mich daran, ...

Jan's Technik Blog: Der digitale Pranger wirkt (06.02.05 10:12)

Ich hatte einen zweiten Anruf von diesem Spammer. Die Geschichte war nämlich doch noch nicht zu Ende: Ich hatte im Dezember, als ich den Spam erhalten hatte, mit einem T5F...

Das E-Business Weblog: Neues von der Spambekämpfung (19.02.05 16:07)

Martin Röll hatte in seinem Blog unter anderem davon berichtet wie er gegen einen Spammer vorgegangen ist. Interessant wird es nun (zumindest wohl in Niedersachsen) wenn der Datenschutzbeauftragte dafür von den Spammern Geld verlangt, wenn diese nicht den

staude.net: Spambekämpfung: Nun gehts den Spammern ein wenig an den Geldbeutel (19.02.05 20:07)

Via Jan Schmidt eine ganz wunderbare Internet-Weblog-Transparenz-Geschichte: Weblog fängt Trickbetrüger. Kurzfassung: Ein Typ wird von einem Trickbetrüger reingelegt und bloggt es mit dem Namen des Betrügers. Monate später ist der...

Das E-Business Weblog: Weblog fängt Trickbetrüger (08.03.06 17:47)

 

Das finde ich einfach Geil anders kann man es nicht sagen. Wenn jeder so reagieren würde wären wir bald von diesem Übel befreit. ;)

Matthias am 30.01.05 10:04 #
 

Spammer erzählen meiner Erfahrung nach sehr viel, um sich von diesem Vorwurf reinzuwaschen...

Moe am 30.01.05 12:32 #
 

Die Sache hat noch eine Kehrseite. Was geschieht, wenn einer u Unrecht beschuldigt wird?

Oliver Baer am 28.02.05 10:38 #
 

Geraten: § 186 StGB Üble Nachrede

Martin Röll am 28.02.05 10:45 #
 

Der Pranger - Eine Methode aus dem Mittelalter

Am digitalen Pranger - das Recht


Hallo ICH am 05.12.05 14:48 #
 

Danke für den Link. Diese Seiten, auf denen von anonymen Personen andere Leute öffentlich beleidigt und herabgewürdigt werden, sind in der Tat elend und gehören bekämpft. "Mein" Pranger war aber etwas anderes: Ich identifizierte mich eindeutig und beleidigte nicht, sondern machte einen Tatsache (dass ich Spam erhalten hatte)öffentlich.

Martin Röll am 05.12.05 18:54 #
 

Richtig so, und das mit dem Auftrag geschieht dem Spammer auch Recht. Da er sich entschuldigt hatte, ist auch das runternehmen ein netter, sinnvoller Zug. Ich hoffe, dass du im Widerholungsfall (z. B. weil er dich angelogen hätte, Spammer machen sowas oft, aber er kann durchaus auch vernünftig geworden sein, was ich in diesem Fall sogar für wahrscheinlich halte) noch mehr "Werbung" für ihn machst und die Methode weiter auch bei anderen Spammern anwendest.

Jan am 03.08.06 00:15 #