29. November 2004

[ Roell.Net ]

Vortrag an der FH Zwickau

Ich halte morgen um 15.20 Uhr einen Vortrag für Existenzgründer an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Im Programm heißt es, dass es um Möglichkeiten des kostengünstigen Marketings mit dem Medium Internet geht. Da ich davon aber gar nichts verstehe, werde ich lieber gegen Businessplanung polemisieren, über die Unausweichlichkeit von Fehlern und den Wert von Netzwerken sprechen und erklären, warum "Marketing" oft blödsinnig ist und Marketing ganz von alleine kommt, wenn man's richtig macht. Und weil das ganze keine Theorieveranstaltung ist, wird es natürlich auch um meine Geschichte, diese hier und noch andere, und um Weblogs gehen. Das alles in 60 Minuten. Wirklich.

Hat jemand ein paar Empfehlungen von interessanten Weblogs von Unternehmensgründern, die ich noch nicht kenne?

Die Veranstaltung findet im Rahmen des "Unternehmerpodium" im Studium Generale statt. 30.11.04, Dr.-Friedrichs-Ring, Zwickau, Agricola-Bau, Raum R 304, 15.20 - 16:50.

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So, heute habe ich ein schönes Beispiel für die soziale Komponete von Blogs gefunden. In einem Beitrag von Martin Roell E-Buisness Blog ( ich hoffe es wird nicht fad, schon wieder verlinke ich zum E-Buisness Blog, aber ich finde dort die interessante...

Freiraum: ein gutes Beispiel (29.11.04 21:19)

Manchmal fallen einem die besten Argumentationslinien erst ein, wenn man sie vorträgt. Heute ging mit das in Zwickau so....

Das E-Business Weblog: Bloggen für Gründer (mein Vortrag in Zwickau) (30.11.04 23:46)

 

Das Weblog vom Subsay Dresden
http://www.subway-dresden.de/weblog/index.html
kennst Du ja ganz bestimmt noch nicht!

Etwas ernsthafter: Blogs sind für die Voreröffnungswerbung gastronomischer Objekte sehr gut geeignet, weil die chronologische Ordnung dem Thema angemessen ist. Als Leser startet man im Hier und Jetzt und kann die Gründungsgeschichte rückwärts verfolgen.

Aber auch andere Existenzgründungen in anderen Branchen lassen sich damit bereits in der Planungsphase kommunizieren. Potentielle Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter können für das Projekt interessiert und auf dem Laufenden gehalten werden. Gerade in der Voreröffnungsphase sind Existenzgründer ja eher selten in ihrem Projekt/Objekt/Büro anzutreffen (weil sie evtl. noch einem anderen Beruf nachgehen oder recherchierend unterwegs sind oder die Räume noch nicht angemietet worden sind). Gleichzeitig haben der Existenzgünder und seine Lieferanten und Partner einen erhöhten Kommunikationsbedarf, etwa um passende Angebote unterbreiten zu können.

So kann man ein Projekt/Objekt, das erst auf dem Papier steht, z.B. weil geeignete Räume noch gesucht werden oder nicht angemietet werden konnten, online bereits vorstellen, z.B. per gezeichneter Skizze oder durch Details des Konzeptes, die bereits geklärt sind.

Gerhard Schoolmann am 29.11.04 17:43 #
 

Ich weiss nicht ob mein Weblog interessant ist, aber vielleicht kann ich als gutes Beispiel herhalten:

Aufgrund dieses Eintrags habe ich nach nur sechs Wochen bloggen und nur zwei Wochen nach dem Eintrag bereits erste Anfragen bekommen. Und das obwohl ich darauf hinweise, dass man sich bezüglich Suchmaschinenoptimierung an jemanden wenden soll, den man kennt, und nicht an jemanden, der einem einfach im Internet über den Weg läuft. ;-)

Silke Schümanns kürzlich verfasster Eintrag zum Thema klassische Akquise vs. Blog-Akquise (oder wie ich mit gedacht habe "Bloquise") ist sicher schon bekannt. (Und wenn nicht, dann ist er das jetzt.)

Viel Erfolg mit dem Vortrag!

Jan Theofel am 29.11.04 17:55 #
 

nicht von Unternehmensgründern, sondern von einem Historiker, aber aus Zwickau: http://www.yablo.de/index.php?id=67
der erklärt den Namen Zwickau von sorbisch wiki, d.h. Markt !

shelog am 29.11.04 20:11 #
 

Der Vortrag ist ja nun jetzt gelaufen und den Eindruck, dass du von Marketing überhaupt nichts verstehtst hast du ja nun nicht unbedingt hinterlassen. ;-) Naja, zur Polemisierung gegen Businesspläne kann ich nur schreiben, dass du an deinen Beispielen deutlich gemacht hast, dass BP keinen Sinn machen, wenn sie nicht als Plan im Sinne eines Arbeitsinstrumentes für einen selbst eingesetzt werden, sondern eher nur als Mittel um einzelne andere (z.B. Finanzierer) von irgendwas zu überzeugen. Das ist tatsächlich so. ... und nach dem Ende des New Economy Hypes auch anderen klar geworden. Das Marketing von ganz alleine kommt, würde ich allerdings nicht behaupten. Wenn man seine Aufträge bekommt ohne dafür irgendeine Strategie zu verfolgen, das ist i.w.S. Marketing, dann würde ich das als Glück bezeichnen.
Interessant am Thema Blogs ist halt erstens, die Möglichkeit des "Sparrings" mit anderen Bloggerinnen und andererseits die Verbreitung von Ideen durch die automatische Verlinkung.

Was meint ihr dazu? Macht die Nutzung von Weblogs für Marketing Sinn? Oder ist das nur für einzelen Aspekte sinnvoll?

Sven Reichardt am 30.11.04 17:56 #
 

Hallo Sven! Vorsicht: "Automatisch" verlinkt wird da gar nichts! Blogger verlinken manuell, "per Hand". Nur weil einer irgendetwas ins Netz setztm wird er noch nicht gelesen oder gar verlinkt. Und noch ein Detail: Das "Sparring" (ich würde es anders nennen - um einen Kampf geht es ja nicht, ganz im Gegenteil) passiert nicht nur mit anderen Bloggern, sondern auch und vor allem mit (nicht-bloggenden) Lesern.

Martin Röll am 30.11.04 23:43 #