4. November 2004

[ Business Weblogs , Marketing ]

Mehr zu Kryptonite - Überlegungen zu PR-Blogs

Hugh "gapingvoid" Macleod hat einen schönen Beitrag zur Geschichte um die Kryptonite-Fahrradschlösser ("Weblogs in der Krisenkommunikation"): gapingvoid: the krypronite factor (via Johnnie Moore).

Here's how the drama unfolded:

DAY ONE:

KRYPTONITE: Our bike locks are the best.
THE MARKET: Yes, your bike locks are the best.

DAY TWO:


Bei ihm weiterlesen!

Zum Schluss meint er:

One decent, smart, young, credible part-time blogger on $500 a month, writing from the front lines on their behalf could have saved Kryptonite millions of dollars. Not to mention decades of slowly-and-painfully built brand equity.

In den Kommentaren geht daraufhin die Diskussion los:
  • "Würde ein Blogger wirklich was nutzen? Wenn das Produkt Mist ist, ist das Produkt Mist, was soll der Blogger da tun?"

    Die Antwort: Es geht darum Verantwortung zu übernehmen und den Blogger Beziehungen knüpfen zu lassen. Ein menschliches Gesicht für Pressemitteilungen. Give a human face to press releases both before and after this issue was relevant, so readers feel that they 'know' the company.

  • "Funktioniert das wirklich mit einer eigenen, neuen Person nur zum bloggen? Die steckt doch nicht richtig drin, oder?"

    Hugh: self-imposed limitiations! Give me one, hungry, young bright spark who REALLY wants to make a difference and...

    pieman: If I worked for the Persil Marketing department I would make it my job right now to find that person out there who really, really likes washing powder and get that person to blog for Persil and not Daz right now.

  • "Wird das nicht furchtbar langweilig? Ein Weblog über Fahrradschlösser? Ist das nicht wie ein Weblog über Waschmittel?"

    Ich glaube, man könnte verdammt interessante Waschmittel-Weblogs schreiben. Und es geht auch nicht bloß um das Produkt: Saying that a bike lock blog has to be about bike locks, or a washing powder blog has to be about washing powder, misses the whole point of having a blog in the first place. It's about community and conversations first, pushing products second. (Letzteres würde ich relativieren. "Pushing Products" ist überhaupt keine gute Idee)

Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass Unternehmens es sich eigentlich nicht leisten können, keinen Blogger zu haben. Die Beziehungen zur Internetcommunity sind wertvoll und sie zu pflegen muss nicht teuer sein. Und spätestens im Krisenfall ist die Investition binnen Sekunden amortisiert.

[05.11.04] Bitte keine Stellengesuche als Berufsblogger in die Kommentare. Lieber per Mail an mich.