17. August 2004

[ Blogging ]

Message and Medium (Audioblogging)

Horst Prillinger: I think there has been a huge misunderstanding what audioblogging is. It is not just reading or speaking your weblog entries as opposed to writing them (...).

Vergebener Kampf. Manche Leute verstehen es einfach nicht. Ich weiß nicht warum, aber trotz aller Experimente und Beispiele verstehen sie es nicht.

Ich frage mich wie das bei der Erfindung des Radios war: "Das wird sich bestimmt nicht durchsetzen, da kann ich ja gar nicht zurückblättern." "Das ist ja doof, beim Buch kann ich die Lesegeschwindigkeit selbst wählen, das geht jetzt nicht." "Ein Buch kann ich fotokopieren, eine Radiosendung nicht." Das klingt für mich genauso wie "In der Schallwelle kann ich den Hyperlink nicht klicken." Andere Medien für andere Zwecke?

Dabei ist das doch ganz einfach: Im Audioeintrag kann ich husten, "äh...", "naja?" und "huärghh!$%!!" sagen und unverständliches Zeug brabbeln. Ich kann schnell und langsam, laut und leise reden und sogar einigermaßen sicher sein, dass meine Ironie darin auch ohne blödsinnige Emoticons verstanden wird. Nein. Leider nicht.

Wofür es jetzt genau gut ist? Keine Ahnung. Deshalb experimentieren wir ja.


("Message and Medium" war der Titel eines Englischbuchs meiner Schulzeit, das ich sehr schätze. Das "keine Ahnung" stimmt natürlich nicht. Die Stimme gibt eine Menge Kontext, der für alles mögliche nützlich sein kann. Aber darüber können wir ein andermal problematisieren.)

[Nachtrag] Mein erster Eintrag zum Audioblogging: "Some things haven't changed." (Audioblogging) (7. August 2004)

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.  

Vielleicht werden wir irgendwann Audioblogs beim Autofahren, Bügeln oder Zähneputzen hören - so ähnlich wie heute Radio oder Hörbücher. Links weren wir dann z.B. per Sprachsteuerung verfolgen. In solchen Fällen hätten Audioblogs jedenfalls klare Vorteile gegenüber der "geschriebenen" Variante. Eine seltsame Vorstellung zwar ;-), aber bei Erfindung des Radios hat wahrscheinlich auch noch niemand an solche Nutzungsmöglichkeiten gedacht.

Stefanie Schulte am 17.08.04 21:11 #
 

Warum nur einen kurzen Schritt machen (Audiobloggen), wenn man gleich den grossen Schritt (Videobloggen) machen kann? Quasi die Demokratisierung des Fernsehens, ein roell.tv sozusagen.

Joern am 17.08.04 21:40 #
 

Wie das imho klingen sollte, habe ich einmal bei mir ins Weblog gestellt.

Daniel am 18.08.04 23:18 #
 

Hm, eine Radioproduktion? Da gefallen mir die simplen, persönlichen Dinge viel besser.

Martin Röll am 19.08.04 21:02 #
 

Das nächste grosse Ding ist VideoBlogging: VideoBlogging Wiki :)

Beate am 29.08.04 11:34 #