29. Juni 2004

[ Internet ]

Weniger Traffic durch RSS?

Dave Winer beantwortet "Would a big media company lose traffic if they supported RSS?" wie folgt:

Unter der Annahme, dass man im Feed links to your articles with brief descriptions publiziert, klickt ein Leser auf ein Feed-Element wenn er einen Artikel lesen will und kommt auf die Seite. Der Traffic bleibt gleich. Der Feed ist wie eine alternative Homepage. Er ist ein Zugangsweg zu Artikeln.

Außerdem gibt es die Weblogger: Wer einen Feed publiziert wird eher von Bloggern gelesen. Und wenn Blogger einen bloggen bringt das Traffic.

Die Homepage mag ein wenig Traffic verlieren, aber dieser Verlust wird durch den Zugewinn über die Feeds ausgeglichen.

In die Feeds sollte keine Werbung: Die Leute mögen es nicht. Im vollen Artikel auf Deiner Site ist Werbung ok, aber in meinem Aggregator nicht.

Think of your feed is an invited guest in my house, so you should behave like a guest, and be appreciative of the priviledge. The payoff can be higher flow.

Wer mit RSS experimentiert sollte nicht nur publizieren, sondern RSS auch als User nutzen. Damit kann er lernen, wie RSS funktioniert und rechtzeitig für zukünftige Entwicklungen bereit sein.

By getting into RSS in 2004, you can get ready for what comes next in 2005. I'd argue that not only is it necessary today to be publishing in RSS, but your organization should also be a user of RSS. Your editorial, advertising people and execs should subscribe not only to your own feeds, but also subscribe to those of your competitors and bloggers. Then in 2005 you'll see with your own eyes what follows and be able to participate.

Tja. So sagt das Dave Winer. Ich würde es anders sagen, aber zum gleichen Ergebnis kommen.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

... mas também para páginas organizacionais

B2OB: Perceber as mais valias do RSS, não só para os Blo (30.06.04 18:52)

 

Die Betrachtung von Winer greift zu kurz. Nur weil man nicht auf Hype-Techniken setzt, verschläft man nicht zwangsläufig die Entwicklung.

Ferner, wenn ich RSS betrachte ist es eine Möglichkeit, die ,,Headlines'' einer Seite zu bekommen, ohne diese Seite selber betrachten zu müssen. Das hat Konsequenzen:
- ohne den direkten Seitenbesuch spart das der Firma Traffic-Kosten, da weniger Bytes über den Äther geschickt werden.
- ohne direkten Seitenbesuch entfallen potenzielle Aufrufe von Werbung. Das kostet die Betreiber erheblich mehr Geld, als der erste Punkt zur Finanzierung beiträgt. (im Regelfall)
- die Betreiber müssen die Personen durch andere Mittel auf die Seite bringen, aber es stehen nur die Headlines und Kurztexte dafür zur Verfügung

Das heißt zukünftig dürfte auf die geschickte, adressatenkonforme Formulierung von Headlines und Kurztexten deutlich mehr Gewicht entfallen, denn diese entscheiden über den Besuch und damit auch über potenziell Werbeeinnahmen.

Ich weiß, dass "potenziell" ein böses Wort ist, aber im Bereich Marketing sind immer mind. 50% umsonst, nur keiner weiß welche es sind :-)

Axel Irriger am 30.06.04 10:18 #
 

ein recht profaner grund, winer's aussagen zu folgen und selbst RSS feeds zu konsumieren, ist, bei den eigenen feeds die üblichen fehler zu vermeiden. eine recht subjektive liste an solchen fehlern hab ich als RSS usability guideline gepostet.

helge am 22.07.04 15:36 #