3. März 2004

[ E-Commerce ]

Süddeutsche Zeitung goes E-Paper

Ulrich van Stipriaan schreibt:

Vor zwei Tagen stand es hier im Weblog, heute auch schon in der Süddeutschen(!): Die Süddeutsche erscheint als e-paper.

Bis zum Juni sollen die Artikel noch kostenlos zur Verfügung gestellt werden, danach kostet der Spaß 5 Euro zusätzlich für Abonnenten und 20 Euro für Nicht-Abonnenten. Das frei zugängliche Online-Angebot der Süddeutschen wird dann wohl eingeschränkt.

Im Moment buggt noch alles ("Folgendes Problem ist aufgetreten: Keine weitere Anmeldung auf diesem Server möglich!" Aha.) sodass ich nicht rausfinden konnte, in welchem Format die Inhalte zur Verfügung gestellt werden sollen. Ich vermute, dass es auf eine Kombination aus HTML und PDF hinauslaufen wird.

Ich halte sehr viel von elektronischen Zeitschriften, glaube aber nicht, dass der Markt dafür schon reif ist. Dafür sind mobile Endgeräte, vor allem die der TabletPC-Leistungsklasse, nicht weit genug verbreitet. Auf seinem Notebook oder gar seinem Desktop-PC will kaum jemand seine Zeitung lesen, wenn er das Papier als Alternative hat und die elektronische Version kaum Vorteile bietet. Auch sind die verbreiteten Reader wie Zinio oder der Microsoft Reader nicht leistungsfähig genug. Wenn dann das ePaper auch noch mehr kostet bin ich sehr skeptisch, dass das ein erfolgreiches Geschäft wird.

Gibt es eigentlich schon irgendein Beispiel einer mitteleuropäischen Tageszeitung, die bei der Umstellung auf ePaper erfolgreich war?

Related News: Die brandeins hat ohne Ankündigung ihr bisher frei zugängliches Online-Archiv geschlossen. Jetzt kommen nur noch Abonnenten und zahlenden Gäste rein. Schade: Ich weiß, dass durch Blogeinträge von mir Leser meines Weblogs zu Abonnenten der brandeins geworden sind. Das wird jetzt wohl nichts mehr. (Siehe auch Feedster-Suche nach 'brandeins'.)

Related Link: Stefan Smalla am 13. November 2002: Microsoft entering Digital Magazines market.

[04.03.04] Klaus Eck: Financial Times erfolgreich mit Paid Content. Hm.

[07.03.04] Wortfeld: E-Zeitung hebt nicht ab.

[09.03.04] Romblog: Wochenchronik einer Onlinepräsenz

[21.03.04] Perlentaucher: E-Paper - Abschied aus der Internet-Öffentlichkeit (via aufgelesen)

[23.06.04] Dana Blankenhorn: "For seven long years now newspapers have been going broke online, because they're too arrogant to consider that maybe this is a different medium."

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

E-Paper von Zeitungen sind umstritten. Am Bildschirm kann man sie schlecht lesen, sie sind kaum günstiger als ein normales Abonnement und das Feeling fehlt. Der Zeitungsleser der Zukunft soll spätestens in drei bis fünf Jahren sein persönliches, elektron

C-Blog - Das Weblog von Christoph Hörl: E-Paper sind umweltschädlich (07.06.05 06:31)

 

Dem Interface nach sieht es stark nach dem System aus, das die Firma Comyan aus dem bayerischen Gilching bereits z.B. an die NZZ und Der Standard verkauft hat. Oder man hat sich das ab/angeschaut und etwas vergleichbares an die eigene Redaktionssoftware angeflanscht.

Haiko am 03.03.04 13:05 #
 

Welt und Welt am Sonntag fahren schon seit letztem Jahr in Zusammenarbeit mit Newsstand eine ePaper-Version. Bis März ist das für Abonnenten kostenlos, danach wohl nicht mehr. Eine kostenlose Probeausgabe zum Testen kann nach Registrierung jeweils angefordert werden. - Das ganze läuft über www.newsstand.de und dort sind auch noch einige andere Publikationen als ePaper zu erhalten.

Jens F. am 03.03.04 13:07 #
 

Du fragst: "Gibt es eigentlich schon irgendein Beispiel einer mitteleuropäischen Tageszeitung, die bei der Umstellung auf ePaper erfolgreich war?"

Angeblich die Rhein-Zeitung:
"Und es rechnet sich doch", in: CIO (ohne Datum).

In der Online Journalism Review vom 5. November 2003 gibt es einen Efahrungsbericht über die Umstellung des Albuquerque Journal von einer kostenlosen Online-Ausgabe dieser Tageszeitung auf eine kostenpflichtige von Donn Friedman: "From Free to Fee in 10 Easy Steps". Ist zwar nicht Mitteleuropa, aber hier wird detailliert geschildert, dass es mit einer abrupten Umstellung nicht getan ist, sondern die Leser des freien Content schrittweise ueber- bzw. verfuehrt werden muessen.

Ob es aber nicht profitabler wäre, zugunsten eines erheblich größeren Traffics und damit erhöhten Werbeerlösen einen kostenlosen Zugriff er erlauben, möchte ich dahingestellt lassen.

Gerhard Schoolmann am 03.03.04 13:42 #
 

E-Paper kann meiner Meinung nach für den Nutzer die eigenständige HTML-Version eines Printmediums nicht ersetzen. Es kann aber durchaus an die Stelle einer gedruckten Ausgabe treten, beispielsweise für Abonnenten im Ausland, die ihre Zeitung bisher immer erst mit ein paar Tagen Verzögerung erhalten haben. Für Verleger ist e-Paper attraktiv, da es in modernen Redaktionssystemen fast ohne Zusatzaufwand erzeugt werden kann. Dadurch lohnt sich e-Paper vermutlich auch, wenn es gerade einmal ein paar hundert zusätzliche Abonnenten bringt.

Siehe auch: "E-Paper - Keine digitale Goldgrube" bei onlinejournalismus.de.


Stefanie Schulte am 03.03.04 17:13 #
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ichg bin vor einigen Tagen auf eine Website gestoßen die mein Interesse sehr erregt hat. Es geht um E-Commerce, Internetmarketing. Ich finde das konzept eigentlich nicht schlecht würde mir aber gern noch andere Meinungen einholen! Schauen sie doch mal rein www.moneyguide.de.vu

Florian Wiesner am 09.03.04 15:57 #
 

Aus 35,-€ in 7 Monaten 450.000,-€ generieren und damit finanziell unabhängig werden! Lebe deinen Traum! http://www.goldesel-streck-dich.de

Joachim Held am 14.03.04 18:20 #
 

Business mit der ganzen Welt!

Das Internet ist einfach Gigantisch, ich habe viele neue Geschäftspartner gefunden. Macht doch auch mit bei der Geldmachiene der Zukunft

http://www.geldmachiene-online.de.vu/

Michael Fricker am 15.03.04 03:06 #
 

Unglaublich,aber wahr.Werden Sie innerhalb von 7 Monaten zum halben Millionär.Und dass alles von Internet aus.Das einzige was sie tun müssen ist E-Mails lesen und verschicken.Mehr infos unter www.beepworld.de/members67/euerechance
Viell Spass beim lesen

Zuri Bajraktari am 15.03.04 12:05 #
 

Hiermit erhöhe ich den Preis für werbende Kommentare im E-Business Weblog von 900 Euro/Monat auf 1200 Euro/Monat (netto zzgl 16% USt.) Ich bitte um freundliche Kenntnisnahme.

Martin Röll am 15.03.04 12:21 #
 

Sehr geehrter Herr Röll,

auf freundliche Mails reagieren Sie offensichtlich nicht, aber Sie sind lernfähig und ein schlechtes Gewissen haben Sie ja doch, immerhin!
Glücklicherweise habe ich mir zur Beweissicherung einen Bildschirmausdruck Ihrer auf arglistige Täuschung abzielenden Website (zur Zeit meiner Kommentareingabe) gemacht. Ihnen ist offensichtlich klar geworden, dass Sie hier Methoden des Trickbetruges anwenden, die rechtlich für Sie sehr unangenehme Konsequenzen haben können, sowohl zivil-, wie strafrechtlicher Natur!

Ginge es Ihnen nämlich darum, unerwünschte, werbende Kommentare von Ihren Seiten fernzuhalten, so würden Sie dies Seriöserweise in Ihrer Eingabemaske durch einen deutlich lesbaren Hinweis und, bei der Höhe der Forderung, durch die Verwendung eines zusätzlichen Bestell-/ Bestätigungsbuttoms kenntlich machen! Der Hinweis ist immerhin jetzt geschehen (allerdings immer noch sehr kleingedruckt, offensichtlich doch noch in der Hoffnung, dass der Hinweis übersehen wird!!!).
Zu Ihrer abstrusen Preiserhöhung: meinen Sie im Ernst, dass jemand, der weis, dass er 900,- € für einen Beitrag zahlen muss, diesen nur deshalb unterlässt, weil er nun 1200,- € zahlen müsste? Würden Sie Ihren Zahlungshinweis deutlich und unmissverständlich anbringen, würden schon 20,- € ausreichen um Ihre Kommentarliste absolut Spamfrei zu halten! Aber dass scheint nicht Ihr Wille zu sein!

Guten Tag noch
Ihr, Joachim Held

PS: Ich bin mal gespannt, wie viel Größe Sie haben, diesen Kommentar auf Ihrer Website zu ertragen!

Joachim Held am 22.03.04 09:10 #
 

Guter Mann,

Sie sind ein Kommentarspammer. Mit Ihnen diskutiere ich nicht.

Martin Roell am 23.03.04 09:09 #
 

Lieber Martin,
hab mich gerade köstlich amüsiert, wie den Kommentarspammern ans Schienbein gekickt wird.

Thomas am 04.05.04 21:12 #
 

Betrachtet man den Nutzen nicht nur in Richtung Aktualität so könnte auch die spätere Rescherschemöglichkeit in digitalen Publikationen ein Pluspunkt sein.
In Polen sollen die Universitätsbibliotheken und Verlage schon gute Erfahrungen gemacht haben. Es wurden (soweit mir mal erzählt wurde, Link war nicht so schnell zu finden) alle Abos in Print zugunsten der digitalen Exemplare gekündigt, deren Betrag ist aber auf Jahre gefixt. Damit gewinnen wohl beide: Verlage konstante Einnahmen bei sonst fallenden Bildungsetat und die Wissenschaftler mit besseren Arbeitsmöglichkeiten.

René P. am 05.05.04 00:42 #
 

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Torben Knaak am 18.08.04 16:18 #
 

Vielen Dank. Rechnung ist raus.

Martin Röll am 18.08.04 16:30 #
 

Hallo, Herr Röll, bitte, was ist ein Kommentar-Spammer? Kenne diesen Ausdruck nicht.
Besten Dank für Ihre Aufklärung und einen schönen Tag.

Carl R. Grommelt am 08.10.04 11:05 #
 

Kommentarspammer sind Leute, die in Weblog-Kommentaren spammen, so wie sie es auf dieser Seite vielfach sehen können. Sie misbrauchen die Kommentarfunktion von Weblogs um ihre Werbebotschaften loszuwerden bzw. durch die Verlinkung Pagerank zu sammeln.

Martin Röll am 08.10.04 11:18 #
 

Lieber Martin Röll,
die Idee den Kommentar-Spammern eine Rechnung auszustellen ist göttlich!!! Was mich aber interessieren würde: Hat denn schon einer gezahlt?! :-)
Und wie geht's weiter damit, gibt es hier irgendwo noch einen gesonderten Beitrag, der sich mit dem Thema beschäftigt? Würde gerne mehr darüber lesen!

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Marc

Marc Schieferdecker am 17.11.04 17:23 #
 

Die Herren sind in der Tat zahlungswillig, kennen aber auch ihre Rechte. Im übrigen sind sie nicht sympathisch, selten höflich und manchmal ausgesprochen unhöflich. Mehr als das, was ich dazu mal hier drüben ausgebreitet habe, werde ich dazu nicht sagen. Es gibt leider zu viele Idioten, die mir das hier nachmachen, ohne zu wissen, was sie tun.

Martin Röll am 17.11.04 22:31 #
 

Vor einiger Zeit bin ich auf brand eins gestoßen und war über die Qualität der Redaktion begeistert. Selbstverständlich habe ich auch das Archiv genutzt. Jetzt habe ich gerade eben und oben gelesen, dieses sei geschlossen, und schaute enttäuscht bei brand eins vorbei. Um dort zu meinem Entzücken folgende Nachricht zu finden: (zit)

"zwei Wege gibt es, die ganz sicher ins Abseits führen: nichts probieren. Und: nicht korrigieren, wenn sich ein Experiment als falsch herausgestellt hat.

Deshalb werden wir ab sofort unseren Online-Auftritt wieder ohne Login für alle Besucher öffnen: Die Zugangsbeschränkung z. B. für das Archiv war eine Idee, die zeitgemäß schien - letztlich aber nicht zu der Offenheit von brand eins passt."

Freut mich sehr.

Matthias Kryn am 26.11.04 02:31 #
 

Ist seit Ende Oktober so, wenn ich mich richtig erinnere. (Ich hatte hier dazu eine Notiz.) Lobenswert, dass sie Fehler korrigieren. Auch wenn dieser Fehler sehr unnötig war... (sagt der immer alles besserwissende Consultant... klar. ;-))

Martin Röll am 26.11.04 10:43 #