15. Januar 2004

[ Diverses ]

Zufällige Begegnungen

Anil Dash beklagt, dass zufällige Begegnungen verloren gehen.

Er argumentiert, dass wir früher um eine Person zu kontaktieren oft einen Ort kontaktiert haben. Telefonnummern gehörten mehreren Leuten und man wurde "weitergereicht", wenn man jemanden anrief.

"Those pass-through moments used to be commonplace, and used to result in the incidental creation of social capital."

Heute gibt es das kaum noch. Unsere Kinder werden nicht verstehen, wie eine Telefonnummer zu einem Ort und nicht zu einer Person gehört. Vielleicht geht da etwas sehr Wertvolles verloren.
"I can't help but wonder if the delightful and frequently inspirational value that can come from a conversation that starts wtih "Hold on, I'll get him for you... By the way, who should I tell him is calling?" might be worth more than we realized, and that we might be well served by a moment's reflection when noting its passing."

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Interessante Bemerkung in einer Forschungsarbeit aus dem Intel Labor der Uni Berkeley: Current trends in mobile phone usage increasingly divide people from co-located strangers within their community. Uncomfortable in strange...

Das E-Business Weblog: Durch Technik zu weniger Interaktion mit Fremden (13.06.06 20:14)

 

kann ich beruhigen.

beruflich gehört meist der info@ bzw. contactq der ganze nfirma und man wird weitergereicht (fwd.)
ebendso kriegt man leute an die strippe die nicht durchgekommen sind und man sagt "er telefoniert grad" und kommt ins gespräch.

privat bleibt es ja jedem selbst überlassen. Wenn ich alleine leben und alleine wohnen möchte wird wohl niemand sonst für mich ans telefon gehen, in einer Wg lässt sich aber durchaus ein WG Telefon realisieren und viele leben ganz gut damit. In einer Familie klappt das genauso.

amano am 15.01.04 13:06 #
 

Im XXI. Jahrhundert genügen Nomaden eigentlich für die Erreichbarkeit eine Visitenkarte mit Name und Webadresse. Vielleicht noch eine mobile Telefonnummer. Zumindestens privat.

Jim am 15.01.04 14:13 #
 

ja wenn jetzt einer die soziale Unfähigkeit von Nomaden betrauern möchte dann iss ja gut, aber Normalsterbliche werden wohl auch im XXI. Jahrhundert noch die ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorteile des Zusammenlebens erkennen.

amano am 15.01.04 15:37 #
 

Ich glaube nicht, dass Eure Bilder einander ausschließen.

Martin Röll am 15.01.04 15:47 #
 

Ich sprach nur von der "Erreichbarkeit" ... nicht vom Untergang des Abendlandes, amano. Die Bilder schliessen sich nicht aus, wie Martin sagt.

Jim am 16.01.04 00:13 #
 

immer diese missverständnisse.
sorry.

amano am 16.01.04 12:17 #
 

Mein Name (Stefanie Schulte) ist nun nicht gerade selten. Und seit ich eine Freemail-Adresse des Musters Vorname.Nachname@domain.de besitze, habe ich häufiger Kontakte mit Menschen, die mich mit einer anderen Stefanie Schulte verwechseln - so bin ich bereits unfreiwillige Teilhaberin geworden an alten Liebesgeschichten, Hochschulseminaren, Vorbereitungen zu Klassentreffen...

Stefanie Schulte am 20.01.04 13:14 #