15. Januar 2004

[ Interviews , Unternehmen ]

Interview mit Stefan Smalla (Friendity)

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Friendity-Logo

Am Montag hatte ich das Vergnügen, mit Stefan Smalla Essen zu gehen, genau zweidreiviertel Stunden, nachdem er seinen Weblog-Eintrag zum Start seines Unternehmens 'Friendity' veröffentlicht hatte. So kam ich in den Genuss, die Geschichte in echter Schallwelle zu hören, anstatt sie in Hypertextform konsumieren zu müssen.

Friendity, das er zusammen mit Seyed Razavi, dem Mann hinter BlogShares gegründet hat, ist ein Online-Freundesnetzwerk à la Friendster. Was es damit genau auf sich hat, erzählt Stefan in diesem Interview, das wir im Anschluss an das Gespräch über die letzten zwei Tage per E-Mail geführt haben.

Martin: Stefan, in der Dotcom-Zeit war es in, neue Unternehmungen in 3 Sätzen zu beschreiben. Hast Du Deine 3 Sätze für Friendity schon eingeübt?

Stefan: Ja, das schaffen wir auch heutzutage in drei Sätzen: Auf www.friendity.de verbinden sich Menschen online, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben und die Freunde ihrer Freunde kennenzulernen. Die Anwendungsformen sind dabei vielfältig, z.B. Freizeitpartner oder neue Freunde zu finden, alte Freunde wieder zu finden, mit Leuten gleichen Interesses zu kommunizieren oder Dating- und Flirtpartner zu finden. All dies geschieht in der vertrauensvollen Umgebung des persönlichen Freundesnetzwerk eines jeden Mitglieds, denn bei Friendity sieht man immer, wie man selbst und andere Mitglieder über gemeinsame Freunde und Bekannte miteinander verbunden sind.

Martin: Warum habt ihr Friendity gegründet?

Stefan: Dafür hat es vor allem zwei Motivationen gegeben: Zum einen arbeiten mein Co-Gründer Seyed Razavi und ich schon seit Jahren im Internet-Bereich und haben uns damit beschäftigt, wie Menschen auf verschiedene Weise durch Internet-Services miteinander kommunizieren, Informationen austauschen oder Vorteile erhalten können, die "Offline" einfach nicht möglich sind. Friendity ist eine Ausprägung der neuen Generation von Internet-Services, die auf der Basis der in den letzten Jahren gewonnenen Erkenntnisse zu sozialen Netzwerken neue Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation und des gegenseitigen Kennenlernens ermöglichen. Freundesnetzwerke auf mehreren Ebenen gab es vorher nicht, denn bisher konnte man immer nur auf seinen direkten Freundeskreis zugreifen.

Mit Friendity ist es jetzt möglich, die Freundeskreise meiner Freunde miteinander in Interaktion zu bringen, wobei die Privatsphäre der einzelnen Mitglieder dennoch geschützt wird. Die Herausforderung, diese innovativen Erkenntnisse in einen leicht verständlichen Dienst umzusetzen, ist bei Friendity ganz besonders spannend und hat uns zur Gründung bewogen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass es für die Friendity-Mitglieder eine einfach zu bedienende und intuitiv verständliche Webseite gibt, was uns nach dem ersten Feedback unserer Mitglieder auch gelungen zu sein scheint.

Zum anderen motiviert uns allgemein die Möglichkeit, als Gründer die volle Verantwortung für ein neues Unternehmen zu tragen, bei dem wir unsere Erfahrungen einbringen können. Das unternehmerische Risiko reizt natürlich ganz besonders, da es immer das Potenzial zum eigenen unternehmerischen Erfolg beinhaltet.

Martin: Wie definiert ihr diesen unternehmerischen Erfolg? Oder anders gefragt: Was wollt Ihr mit Friendity erreichen?

Stefan: Am Ende des Tages ist unternehmerischer Erfolg dann vorhanden, wenn es uns gelingt, Unternehmenswert für die Unternehmenseigner zu schaffen und langfristig profitabel zu arbeiten. Unternehmenswert und Gewinne sind also (nicht nur bei uns, sondern bei allen erfolgreichen Unternehmen) Ergebnis der unternehmerischen Tätigkeit. Aus kurzfristiger Sicht geht es uns darum, viele Mitglieder vom Friendity-Dienst zu überzeugen und damit die Basis des langfristigen Friendity-Erfolgs zu schaffen. Daher ist es das erste Ziel, einen attraktiven Dienst anzubieten, der von einer hohen Zahl von Mitgliedern genutzt wird. Zum konkreten Geschäftsmodell werden wir in den nächsten Wochen und Monaten noch nähere Informationen geben, u. a. auch auf dem offiziellen Friendity-Weblog, welches unter http://weblog.friendity.de zu finden ist.

Martin: Wodurch erklärst Du Dir den großen Erfolg von Friendster? Was zieht die Menschen auf die Social Networking Plattformen?

Stefan: "Social Networking"-Plattformen erfüllen ein ganz fundamentales Bedürfnis von Menschen, Freunde und gleich gesinnte Menschen kennenzulernen und mit diesen zu kommunizieren.

Durch das persönliche Freundesnetzwerk entsteht eine intime, vom Nutzer selbst gestaltete Umgebung, in der man sich sowohl sicher als auch offen "bewegen" kann. Jede Freundschaft muss beidseitig autorisiert werden, so dass niemand einfach ein anderes Mitglied als Freund/in benennen kann, sondern jede Freundschaft auch von der anderen Seite bestätigt werden muss (und jederzeit wieder aufgelöst werden kann). Obwohl das nur wie ein kleines Feature klingt, ist diese beidseitige Autorisierung der Grundpfeiler für das Vertrauensnetzwerk.

Die persönlichen Angaben der Mitglieder beispielsweise zu ihren Interessen und Lieblingsfilmen sowie die Verlinkung dieser Daten untereinander im Freundesnetzwerk tragen wesentlich zur Interaktion und zum gegenseitigen Kennenlernen bei. So kann ich herausfinden, wer z.B. noch alles in meinem Freundesnetzwerk den Film „Herr der Ringe“ mag. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die gegenseitigen Statements der Mitglieder über einander, die eine vertrauensvolle Umgebung unterstützen. Nicht zuletzt macht das Erkunden dieses persönlichen, vertrauensvollen Freundesnetzwerks einfach Spaß; denn ohne Spaß funktionieren nur wenige auf Konsumenten fokussierte Internet-Dienste.

Nutzenbezogen besteht die deutlichste Anwendung, in der vertrauensvollen Umgebung des selbst geschaffenen Netzwerks neue Freundschaften, Bekanntschaften oder Dates zu finden. Dies wird unterstützt von dem Nutzen, mehr über seine eigenen Freunde und Freundinnen zu erfahren sowie über ein simples Nachrichtensystem mit ihnen zu kommunizieren.

Es ist unserer Meinung nach wesentlich zu verstehen, dass eine erfolgreiche „Social Networking“-Plattform grundsätzlich flexibel in der Anwendung ist. Die Plattform selbst unterstützt eine Palette von Nutzungsformen, die von den Mitgliedern dann individuell gewählt werden können. Einige Mitglieder wollen sich vielleicht nur mit ihren Freunden verbinden, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Andere Mitglieder wollen aktiv Datingpartner finden. Wieder andere suchen jemanden aus ihrem Umfeld, mit dem sie den gleichen Sport betreiben können.

Zusammenfassend führt das neuartige persönliche (Freundes-)Netzwerk im Zusammenspiel mit vielen Features und Anwendungen zu einer bislang einmaligen Verbindung von Vertrauen, Kommunikation, Nutzen und Spaß auf Online-Diensten mit vielfältigen Anwendungen. Dies macht aus unserer Sicht den Erfolg von "Social Networking"-Plattformen im allgemeinen aus. Daran orientiert sich auch Friendity.

Martin: Es ist relativ klar, welche Site das Vorbild für Friendity war. Habt ihr Euch, als ihr Friendity konzipiert habt, noch andere Social Networking Seiten angesehen? Welche gefallen Euch besonders gut?

Stefan: Natürlich haben wir uns die Konkurrenz und bereits bestehende Seiten angeschaut, aber nicht nur im "Social Networking"-Bereich, sondern auch allgemein Best Practices im Internet sowie im Softwarebereich. Wir brauchen ja nicht vorzugeben, dass wir hier im luftleeren Raum arbeiten würden. Vielmehr bauen Friendity (und andere "Social Networking"-Konzepte) ihre innovativen Besonderheiten auf einem Fundament von knapp zehn Jahren Internetentwicklung in den verschiedensten Bereichen auf. Es wäre nicht sinnvoll, einen Login-Prozess, der ein klarer Standardprozess im Internet ist, jetzt komplett neu zu gestalten, nur um auf Biegen und Brechen innovativ zu sein. Die richtige Strategie sieht aus unserer Sicht so aus, dass man sich an vielen Stellen an bewährte Nutzungsstandards hält, so dass man sich auf die eigentlich wichtigen Unterschiede seines Dienstes konzentrieren und diese entsprechend innovieren kann. Prinzipiell gefällt uns deshalb auch Friendity am besten. ;-)

Martin: Gibt es schon Feedback von den Nutzern zu Eurem Dienst? Was gefällt ihnen und was gefällt ihnen nicht?

Stefan: Was vielen Mitgliedern sehr gefällt, ist die (in Deutschland noch) neue Idee des Freundesnetzwerks. Besonderen Spaß haben sie an der Funktionalität des Netzwerk-Entdeckens, wo man die Mitglieder seines Freundesnetzwerks anschauen und auch nach einigen Kriterien auswählen kann. Weiterhin wurde die einfache Nutzbarkeit und Intuitivität der Seite gelobt, was uns besonders gefreut hat, da das ein entscheidender Punkt für den Erfolg sein wird.

Insbesondere der Arbeit meines Co-Gründers Seyed ist zu verdanken, dass wir bisher nur ein knappes Dutzend kleinere Bugs von Mitgliedern genannt bekamen. Es gab erstaunlicherweise nur einen größeren Fehler, der beim Bestätigen eines sehr geringen Teils der Freundschaftsanfragen zu einem Abbruch geführt hatte. Aber auch dieser Fehler ist wenige Tage später behoben worden.

Ein häufiger Punkt war der Wunsch nach weiteren Funktionalitäten, die wir zum großen Teil kurzfristig oder mittelfristig nachlegen werden. Weiterhin wurde z.B. zweimal vorgeschlagen, dass man doch sehen können soll, von welchen Friendity-Mitgliedern das eigene Profil besucht worden ist. Obwohl wir den Nutzen dieser Funktionalität verstehen, haben wir uns dagegen entschieden, weil wir die Privatsphäre unserer Nutzer schützen möchten. Denn nicht jedes Mitglied will, dass andere sehen, welche Profile er oder sie besucht hat.

Zum Friendity-Design gibt es (wie immer) sehr geteilte Meinungen: Teilweise wurde kritisiert, dass die Seite zu wenig lebendig, zu steril und zu kastenartig aussieht. Andererseits wurde oft gelobt, dass Friendity sehr einfach und verständlich gehalten ist.

Martin: Was hältst Du von Social Networking Plattformen, die sich auf geschäftliche Kontakte konzentrieren, so wie LinkedIn oder OpenBC?

Ich bin bei beiden Seiten angemeldet, beobachte ihren Weg und wünsche Ihnen viel Erfolg! In jedem Fall wird es verschiedene erfolgreiche Konzepte im "Social Networking"-Bereich geben. Ich bin da jedoch in meiner persönlichen Präferenz verständlicherweise vorbelastet, so dass ich mich einer bewertenden Stimme lieber enthalten würde.

Martin: Jeremy Zawodny meint, dass Social Networking Plattformen nur überleben werden, wenn es externe Anwendungen gibt, die auf sie zugreifen. Die Plattform wäre dann eine Infrastrukturdienstleistung und nicht mehr ein selbstständiger Dienst. Was glaubst Du? Wohin entwickeln sich Systeme wie Friendster, LinkedIn, Tribe, Friendity?

Stefan: Auch wir sehen da eine wichtige zukünftige Entwicklung, wobei wir das Thema jedoch differenzierter betrachten würden: Zum einen bleiben "Social Networking"-Plattformen auch dann selbständige Dienste, wenn sie Infrastrukturlösungen über Web Services anbieten. Denn nur auf der Basis eines funktionierenden Primärdienstes sind derartige Sekundärdienste sinnvoll anzubieten. Zum anderen wird es - außer der softwaremäßigen Umsetzung und dem Finden geeigneter Applikationspartner - eine große Herausforderung sein, diese Web Services so anzubieten, dass die Privatsphäre der Mitglieder auf keinen Fall irgendwie kompromittiert wird. Das ist zwar ein Implementierungsthema und kein grundsätzliches Problem, aber die Privatsphäre im Vertrauensnetzwerk ist hier ganz wesentlich.

Beispielsweise wäre eine offensichtliche und sehr interessante Sekundäranwendung des auf "Social Networking" basierenden Vertrauensnetzwerkes die Spam-Kontrolle für eMails per sog. "Whitelisting"-Verfahren. Ähnlich funktioniert das Nachrichtensystem der Friendity-Mitglieder im Moment bereits, wo jedes Mitglied prinzipiell nur Nachrichten aus seinem persönlichen Netzwerk empfangen kann. Es besteht jedoch zusätzlich die Möglichkeit, das Nachrichtenschreiben nur auf Freunde oder nur auf Verbindungen bis zum zweiten Grad zu beschränken. Die Anwendung dieses Prinzips auf andere eMail-Applikationen unter Nutzung des bereits aufgebauten Friendity-Freundesnetzwerks ist eine denkbare Weiterentwicklung.

Dennoch liegt unser Fokus heute und in der nahen Zukunft auf dem Friendity Onlinedienst. Das "Icing on the Cake" kommt dann, wenn wir den Kuchen fertig haben.

Martin: Menschliche Beziehungen sind ja weitaus komplizierter als die 1:1-Beziehungen, die die Social Networking Plattformen zur Zeit modellieren. Benötigen die Sekundäranwendungen nicht ein komplexeres Beziehungsmodell?

Stefan: Wir sind doch immer noch in der Entstehungsphase der Primäranwendungen. Das Thema Sekundäranwendungen ist im Moment absolute Zukunftsmusik, so dass ich da auch nicht bewerten kann, wie ein Beziehungsmodell aussehen muss. Es wird sicherlich Innovationen und Weiterentwicklungen geben, auch bei Friendity; aber das sollte die Zukunft zeigen.

Wozu wir jedoch eine Meinung haben, ist das folgende: Obwohl natürlich die Komplexität einer normalen zwischenmenschlichen Beziehung niemals vollständig und überschneidungsfrei modelliert werden kann (das geht per Definition schon gar nicht, da ein funktionierendes Modell immer ein vereinfachtes Abbild der Realität sein muss), kann über das Freundesnetzwerk durchaus eine gute Abbildung stattfinden, in der sich viele reale Verbindungen subsumieren lassen. Dass es divergierende Expertenmeinungen gibt, ist normal. Wir verfolgen all das sehr aufmerksam und nehmen viele Anregungen für unser Produkt mit auf. Dennoch zählt am Ende, dass Friendity heute so funktioniert, dass es die Nutzer verstehen und mögen.

Martin: Verschiedene Leute haben gegen Social Networking Plattformen argumentiert und gefordert, dass User ihre digitale Identität und ihr Netzwerk selbst und dezentral verwalten. Technologien wie FOAF würden das möglich machen. Was denkst Du über FOAF und andere Standards für digitale Identität und Personennetzwerke? Steht ihre Entwicklung in Konkurrenz zu den Networking Plattformen?

Stefan: Auch bei Friendity ist der Nutzer der Eigner seiner Identität! Wir als Diensteanbieter stellen nur eine Plattform zur Verfügung, welche die mit sozialen Netzwerken verbundenen Aktionen vereinfacht, zentral verwaltet und mit Zusatzservices anreichert. Soziale Netzwerke sind ja kein Selbstzweck, sondern haben je nach Nutzer einen bestimmten Zweck, den es zu unterstützen unsere Aufgabe ist.

Wir sind fasziniert von FOAF, sehen aber verschiedene Probleme mit diesem intellektuell attraktiven Ansatz: Zum einen erfordert er, dass jeder Teilnehmer eine eigene Webseite hat und hohes technisches Verständnis besitzt, was den Nutzerkreis auf eine Randgruppe einschränkt. Zum anderen ist ein weiterer Nutzen, den Friendity im Gegensatz zu FOAF bietet, der Schutz der Privatsphäre des Individuums. Auf Friendity kann von außen niemand zugreifen, der sich nicht registriert hat; und auch registrierte Mitglieder außerhalb meines Freundesnetzwerks können nicht auf mein Profil zugreifen. FOAF impliziert (im Moment zumindest) jedoch eine vollständige Transparenz, die nur wenige Menschen wirklich wollen. Und nicht zuletzt fehlt bei FOAF der Vertrauensaspekt: Über das Friendity-Freundesnetzwerk ist sichergestellt, dass nur von mir autorisierte Freunde auch als solche gelistet sind. Mit FOAF könnte ich morgen einfach hingehen und behaupten, dass ich Freund von jeder Person bin, die mir so einfällt, und es würde keine Autorisierung auf der anderen Seite geben. Meine FOAF-Datei stünde so im Raum für sich und würde Fakten behaupten.

Nichtsdestoweniger finden wir aber FOAF sehr interessant und überlegen uns, welche konkreten Anknüpfungspunkte es für Friendity gibt. Wir sind auch sicher, dass den genannten Problemen auf verschiedene Weisen begegnet werden wird.

Dennoch bleibt das Fazit, dass es sich hier aus der Nutzersicht im Moment um technische Konzepte mit wenigen Anwendungsmöglichkeiten handelt. Worum es uns geht, ist die konkrete Anwendung sozialer Netzwerke in der vertrauensvollen Umgebung eines persönlichen Freundesnetzwerks bei Friendity. Und zwar heute und nicht erst in einigen Jahren.

Martin: Wo siehst Du Friendity in drei Jahren? Für 30 Millionen an Google verkauft? ;-)

Stefan: Leider kann man so eine Frage heutzutage fast nicht mehr beantworten, ohne entweder ironisch zu sprechen oder belächelt zu werden. Dennoch ein Versuch: In drei Jahren haben wir hoffentlich Millionen von zufriedenen Mitgliedern, bieten eines der besten Produkte im Markt an und werden von unseren Mitgliedern als Lieblingsseite genannt. Unsere Umsätze und Gewinne wachsen. Ob Friendity unabhängig ist oder nicht, finde ich in dem Szenario zweitrangig.

Außerdem haben wir in drei Jahren das Konzept der Freundesnetzwerke in Deutschland etabliert, so dass es sich um eine alltägliche Anwendung wie heutzutage eMail und Suchmaschinen handelt.

Du hast gefragt, also bekommst Du auch die Antwort. :-)

Martin: Vielen herzlichen Dank!

Friendity wird derzeit von den zwei Gründern in Vollzeit betrieben: Seyed Razavi arbeitet in London und entwickelt die Technik. Stefan Smalla lebt in Dresden und kümmert sich um Produktentwicklung und die betriebswirtschaftlichen Dinge.

Im deutschprachigen Raum konkurriert Friendity direkt mit myFriends.de, einem Projekt der Samwer-Brüder (alando/eBay, Jamba). Zahlen lassen sich zwischen den beiden Diensten noch nicht vergleichen: Friendity hat noch keine publiziert, myFriends.de teilte auf meine Anfrage gestern mit, 300.000 Mitglieder zu haben und mit 30% pro Monat zu wachsen. Allerdings behauptete das Unternehmen vor 10 Tagen auch, "gegen Jahresende" 200.000 User gehabt zu haben, was ein Wachstum von 50% um 100.000 User in 2 bis 3 Wochen bedeuten würde. Honi soit qui mal y pense.

Stefan Smalla hat sich im September 2003 schon ausführlich mit Friendster auseinandergesetzt: Friendster: An Introduction for the Unitiated. Im Dezember 2002 schrieb er über FOAF: FOAF: Friend of a Friend.


[23.01.04] Weitere Freundesnetzwerke, auf die ich in den letzten Tagen aufmerksam gemacht worden bin, sind crossfriends.de (merci, Mike), Orkut.com (via Heiko Hebig), groonity.de (mit Weblog-Dienst!) (merci, Marius), netzclan.de.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

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