12. Dezember 2003

[ Oekonomie ]

Bewertung immaterieller Werte

Ich bin gestern in der Bibliothek durch ein paar alte Notizen von mir durchgegangen. In einigen vom E-Commerce Kolloquium der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden vom 10. Juli 2003 gab es ein Muster: Es ging in verschiedenen Vorträgen um um den Wert immaterieller Dinge in Unternehmen, und darum, wie man ihn messen kann. (Das ist eine Besessenheit meiner alten Universität: Mann will immer alles messen, ohne sich je zu fragen, warum man das will.) Ich dokumentiere hier ein wenig, ohne Garantie, dass das für irgendwen außer mir nützlich sein könnte.

Andrea Eckstein. Ausgangspunkt: Immaterielle Vermögenswerte können nicht richtig bemerkt werden. Daraus entsteht Ineffizienz. Also muss der Unterschied zwischen Marktwert und Buchwert explizit gemacht werden. Ein Ansatz dazu ist die Analyse des Unternehmensmodelltyps und dabei vor allem die Vernetzung mit anderen Unternehmen. Unterschiedliche Unternehmen können dann bezüglich ihres Unternehmensmodelltyps und ihrer Buch- und Marktwerte miteinander verglichen werden.

Unternehmensnetze_small.jpg

Problematisch ist, dass die "Wert"-Basis, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, (mal wieder) von Börsendaten kommt - damit wird des ganze Ansatz fragwürdig.

Ein paar Notizen zu innovativen Bilanzierungsansätzen:

Nachhaltigkeitsansatz: Etwas ist ist nur zu aktivieren, wenn sein Wert nachhaltig ist. (Welche Werte sind in einem Unternehmen noch nachhaltig?)

Professor Blum: "Separationstheorem":

Separationstheorem: 'Wenn wir X nicht machen, ist der Kunde weg' - Dann liegt der gesamte Wert des Kunden in X!

("Seperationstheorem" weil sich der Wert einer Sache - hier eines Kundens - nicht von anderen Dingen - hier einer getroffenen Entscheidung - trennen lässt.)

(Website des "E-Commerce Kompetenzzentrums": Letzte Aktualiserung: Mi., 30. Juli Letzte "Aktuelle Nachricht" vom 22. September, davor vom 14. Juli.)

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