26. November 2003

[ Unternehmenskultur , Wissensmanagement ]

Bring your own Knowledge (Ford)

N-TV berichtet unter dem Titel "Ford kündigt Lesestoff" (via Automotive Weblog):

Die Mitarbeiter des US-Autokonzerns Ford müssen sich künftig ihren Lesestoff selbst zu Arbeit mitbringen. Denn Ford will als strikte Sparmaßnahme weltweit alle Abonnements für Zeitungen und Fachmagazine für die Mitarbeiter kündigen. "Das ist ein Zeichen für einen strikten Sparkurs", sagte ein Sprecher des weltweit zweitgrößten Autokonzerns in Köln und bestätigte damit einen Bericht der "FAZ".

Ich zitiere mal ein wenig aus der "Über Ford"-Ecke der Ford-Website:

Der Name Ford steht für (...) Innovation (...). Und unsere 38.000 Mitarbeiter aus 57 Nationen sorgen dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt.
[Ford] fördert seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren individuellen Fähigkeiten und schätzt ihre persönlichen Eigenschaften und Besonderheiten als wichtige Werte für das Unternehmen. Ziel von Diversity ist es, ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Umfeld bei Ford zu schaffen, in dem sich Persönlichkeiten entwickeln und Außergewöhnliches leisten.

Naja, lassen wir das. Manche verstehen's und manche nicht. Ford versteht es nicht. Und ich wette, ich könnte den Schaden sogar messbar nachweisen, wenn man mich ließe.

Direkt ablesbar wäre die Veränderung der Personalfluktuationsrate. Dann analysieren wir noch einzelne Kündigungen von Wissensarbeitern und schauen uns an, wo sie sich hin bewegen. Und dann gehen wir in die Kostenrechung und schauen uns den Aufwand ein, den HR und KM (wenn Ford sowas hat) betreiben müssen, um das abgewanderte Wissen wieder einzukaufen. Würde Spaß machen. Leider finanzieren Unternehmen solche Projekte nicht. Die Ergebnisse will keiner hören.

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