23. September 2003

[ Datenschutz ]

Keine Privatsphäre bei eBay

Haiko Hebig weist auf einen Artikel in der israelischen Zeitung "Ha'aretz" hin. Danach gibt eBay sämtliche persönlichen Daten der Nutzer, inklusive vollständiger Handelsdaten an law enforcement officials heraus, wenn diese anfragen. E-Mail genügt. 200 Mal im Monat kommt das vor.

Die Geschichte ist schon älter: Ein Kommentar im Artikel auf kuro5hin verweist auf eine Story auf LawMeme vom Februar! Kann es sein, dass diese Sache bisher vollkommen unbeachtet geblieben ist? Oder habe ich irgendeine Diskussion verpasst?

Wenn das stimmt, und diese Sache wirklich noch nicht die Runde gemacht hat, hat eBay jetzt ein Problem... Nächste Woche gibt's dann ein Stellenangebot auf ebaycareers.com: Crisis Manager. ;-)

Spannend.

[Update] (21.10.03) Es hat ein wenig Mailwechsel zwischen mir und eBay gegeben. Man ist inzwischen "sehr nett" zu mir und schreibt Mail "mit freundlichsten Grüßen":

Hallo Martin,

Hier die erneute Antwort auf Ihre Nachfrage.

Hoffe Ihnen damit gedient zu haben. Mit freundlichsten Gruessen,

[Name]

Die Behandlung der Daten der deutschen Nutzer richtet sich grundsätzlich nach deutschem Datenschutzrecht, auch wenn die Speicherung der Daten in den USA erfolgt. Hierfür erteilt jeder Nutzer in Ziffer 1 der Datenschutzerklärung < http://pages.ebay.de/help/community/png-priv.html > eine Einwilligung, indem er der Übermittlung der Daten an die eBay Inc. zustimmt.

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Das hier könnte interessant werden: Amazon, Datenschutz und PATRIOT ACT. Es gibt da eine gewisse Verwandheit mit der eBay-Geschichte, jetzt...

E-Business Weblog/Newsfeed: "Amazon, Datenschutz und PATRIOT ACT" (08.03.04 21:46)