6. Juli 2003

[ Wireless and Mobile ]

Mehr zu Picture Messaging

Der Guardian hat einen interessanten Artikel zum Stand des Picture Messaging, also dem Herumschicken von mit Fotohandys aufgenommen Bildern. (via Pervasive Computing News)

Interessant ist, dass das Nutzungsverhalten ganz anders ist, als sich die Mobilfunker das gedacht haben:


Instead of people sending pictures between phones, those who have bought a MMS-compatible phone are more likely to email images to themselves or share them using small networks like Bluetooth or infrared.

"It seems to be less person-to-person messaging. We are seeing quite a few examples of people taking photographs and uploading them to the web," explains Mike Short, chair of the Mobile Data Association, an industry consortium that issues figures for text messaging and the mobile internet. "The dynamic is quite different from the way text messaging took off."
Das ist der wichtigste Punkt: Damit werden nämlich die meisten Kalkulationen der Telcos zum MMS-Messaging hinfällig! (Auch lustig, dass keiner der großen Telekommunikationsanbieter mal an so etwas wie MoBlogs gedacht hat, oder?) (Oder gibt es einen, der welche anbietet?) (Das zieht sich wie ein Pattern durch diese Industrie: Die großen Saurier liegen mit ihren Prognosen zum Nutzugsverhalten grundsätzlich falsch. Callvolumen, SMS, Datentransfer, GPRS, UMTS, MMS...) (Warum schreibe ich heute eigentlich alles in Klammern?)

Interessant ist auch, wofür Leute die Telefone benutzen:

Women are using their phones to take images of taxi drivers. Receivers of faulty goods are snapping the damage and sending the images to the company. People hiring cars are taking pictures of scratches before they drive off. At the Royal Glamorgan Hospital in Llantrisant, south Wales, junior doctors are using mobiles to send pictures of x-rays.

Der Artikel geht auch kurz auf die Misbrauchsmöglichkeiten wie das Fotografieren in Bädern oder das Digital Shoplifting (Abfotografieren von Magazinen) ein.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

es kommt immer anders als man denkt. Das betrifft nicht nur die Planungen von Existenzgründern, sondern auch der Big Shots. Dazu ein Beitrag, wie sehr sich die Provider bzgl. MMS (Fotos per Handy) hinsichtlich der Nutzung getäuscht haben: Guardian (eng...

MEX Blog: MMS Konsumentenverhalten irgendwie anders (06.07.03 18:32)

 

Irgendwie wundert mich das nicht. Wollte vor kurzem mal ein Bild per MMS über T-Mobile verschicken. Nach 3 Versuchen hat es immer noch nicht geklappt - es kam nur eine URL an, unter der das Bild abzurufen sei (Und der andere hatte ein MMS-Handy!). Ein Anruf bei T-Mobile um 22 Uhr brachte auch keine Klärung "Da kann ich ihnen jetzt auch nicht helfen".
Wie soll(te) so ein Dienst jemals funktionieren, wenn schon Personen, die sich relativ gut mit Technik auskennen, nicht hinbekommen?

Beate am 07.07.03 00:03 #
 

> Auch lustig, dass keiner der großen Telekommunikationsanbieter mal an so etwas wie MoBlogs gedacht hat, oder?

"MoBlog"-ähnliche Applikationen gibt es schon länger, nur werden Sie anders genannt bzw. teilweise anders positioniert.

Siehe (als Beispiel) die Applications-Chart bei ConVisual.

Gartner, Forrester, etc. warnen schon länger, dass (mobile) Email und IM wichtiger werden als MMS und dass die Telcos Modelle/Antworten hierzu entwickeln sollten.

Heiko Hebig am 07.07.03 18:33 #