23. Juni 2003

[ Oekonomie ]

Ergebnisse der BITKOM E-Business Studie

Vergangene Woche stellten BITKOM, BDI und die "Wegweiser GmbH" die Ergebnisse einer im Februar und März durchgeführten Studie zum E-Business vor. Ich bin sehr skeptisch, was die Aussagekraft der Ergebnisse angeht, da die Beteiligung an der Umfrage ziemlich mies war.

Von Februar bis März 2003 wurden 13.000 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen-klassen schriftlich befragt, von denen 934 erfreulicherweise geantwortet haben.
Nur 7% Rücklaufquote. Tendenziell werden eher die Unternehmen antworten, für die das Thema wichtig ist. Aus deren Antworten dann auf die Wichtigkeit von E-Business in der Gesamtwirtschaft zu schließen ist, nunja: mutig. ;)

Trotzdem einige ausgewählte Ergebnisse, zitiert aus der Pressemitteilung zur Studie:

Wesentliche Gründe für die Nutzung von eBusiness bestehen für Unternehmen vorrangig darin, die Geschwindigkeit von Prozessen und ihre Flexibilität zu steigern, Anforderungen an Kunden zu verbessern sowie - gerade bei größeren Unternehmen – Kosten zu sparen. Früher häufig genannte Ziele wie Umsatzsteigerungen und die Erschließung neuer Märkte werden dagegen inzwischen von der Mehrzahl der Unternehmen nicht mehr vorrangig von eBusiness erhofft.

(Was ist eigentlich "Anforderungen an Kunden verbessern"?)
Für mehr als 75 % aller Unternehmen müssen sich Investitionen in eBusiness innerhalb von spätestens zwei Jahren rechnen.

 

"Anforderungen an Kunden verbessern" wird wohl heißen, dass die Kunden dazu gebracht ("gezwungen"?) werden sollen, sich eBusiness-System konform zu verhalten :-) (scnr) Im Zweifelsfall ist es einfach (wieder einmal) eine schlecht geschriebene Presseaussendung.

Markus Pirchner am 23.06.03 14:38 #