10. Juni 2003

[ WBS ]

[WBS] Das Jura-Panel

Das Jura-Panel wird angekündigt. Die Panelisten schleichen auf das Podium zu. Alle Männer tragen Anzüge, alle Frauen schicke Businesskleidung. Alles klar: Das hier ist wirklich das Juristenpanel. :-)

Mal sehen, wie das wird...

Erste Korrektur: Arik Hesseldahl in der Mitte ist Journalist, kein Anwalt. Er trägt so eine Amerika-Fahne am Revers. Tun einige hier. Stars-and-Stripes-Kravatten sind auch groß in Mode. Besonders cool sind auch rot-weiß gestreifte Hemden mit blauer Kravatte mit Sternenmuster.

Denise Howell erzählt eine Geschichte von einer Kanzlei, in der eine Mitarbeiterin bloggte. Die Kanzlei hatte keine eigene Webseite. Als die Kanzleinhaberin nach ihrer Kanzlei in Google suchte, tauchte nur das Blog auf.

Gefährlich: Andere Leute beim Namen nennen. Bilder von anderen Leuten posten.

Wie geht man mit den Daten um, die über das Blog reinkommen, vor allem persönliche Daten z.B. von Leuten die kommentieren?

Ab dem Moment, wo man in einem persönlichen Blog bekanntmacht, für wen man arbeitet, werden Leute einen auch als "Sprecher" des Unternehmens ansehen. (Ja, das ist eine Problematik. Aber wie sieht das genau juristisch aus?)

John Palfrey arbeiter an der Harvard Law School, der Fakultät, an der Dave Winer das Weblog-Projekt leitet.

Wenn man eine Weblog-Instrastruktur bereitstellt, wird man eine Art von ISP. (Ein Anbieter von Telediensten wäre das wohl in Deutschland.)

Er will mehr CreativeCommons-Lizenzen verwendet sehen.Sie sollten in den RSS-Feeds eingebacken sein. Hm.

Catherine E. Reuben: Ein Unternehmen kann Bewerbern hinterhergooglen und ihre Blogs lesen, bevor es jemanden einstellt.

Wenn ein Mitarbeiter bloggt, selbst wenn er es anonym tut, und Geschäftsgeheimnisse verrät, kann ein Unternehmen versuchen, herauszukriegen wer es ist und Maßnahmen einleiten.

Was Du während der Arbeitszeit bloggst, gehört dem Unternehmen! (So könnte das Unternehmen sagen.) Sie rät, nicht während der Arbeitszeit zu bloggen.

Sie sagt: Unterschreibe nicht diese "Confidentiality-Agreements" zu Beginn der Arbeitsverhältnisses. (Denn darin wird viel als geheim klassifiziert, was nicht wirklich geheim ist. Das macht später Ärger, wenn man bloggt.) Oft sind Arbeitsverträge so formuliert, dass alles, was man an Schrift während der Arbeitszeit produziert, dem Arbeitgeber gehört.

Rat für Arbeitgeber: Ein sauberes "Confidentiality-Agreement" bauen, das auf Mitarbeiter-Websites eingeht.

Maurice Ringel erzählt zwar interessante Dinge, sein monotones Vorlesen einzelner "Issues" wirkt aber sehr, sehr einschläfernd. Ich will raus. Ich will meine Mittagspause. Ich will Sonne. Ich hasse Klimaanlagen und Kunstlicht.

There is one thing that connects all lawyers in the world: They constantly urge you to talk to lawyers more. "Ask a lawyer. Get advice. Hab Angst."

Arik Hesseldahl erzählt von einer Policy, die definiert, was ein "Fakt" ist. Mein konstruktivistisches Hirnmodul ist amüsiert. Eine Policy, die versucht, woran die Philosophen seit Jahrhunderten gescheitert sind.

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