2. Juni 2003

[ Consulting , Usability ]

Der banalste Zugang zur Usability

Jakob Nielsen aktuelle Kolumne Usability For $200 macht wieder viel Spaß.

Er schreibt darüber, was man mit einem 200-Dollar-Budget alles für die Usabilty einer Website tun kann. Sein Ansatz:

I recommend splitting the $200 budget into four parts, with $50 for each of the following activities:

# One hour to question customers about their information needs

# One hour to review an early version of the design

# One hour for a quick, in-store test of the design

# One hour to enhance the site's search engine visibility

Der erste Punkt gefällt mir besonders gut, weil er wirklich so gemeint ist, wie er da steht: Frage den Kunden!


Take advantage of the fact that the client is a butcher and spend an hour in the store interviewing customers as they come in. Ask them what they want to know about the store. Ask them for details about what happened as they got ready to go shopping that day.

Diese Technik setze ich in Beratungsprojekten, nicht nur zur Usability, gerne ein. Oft werde ich Dinge gefragt wie: "Wie sollen wir diese Website bauen?" "Brauchen wir diesen Content für unser Portal?" "Welche Features gehören noch dazu?" Standardintervention ist dann oft: "Ich weiß nicht.... was sagen denn die Kunden?"

Es ist ganz erstaunlich wie viele Klienten als erstes zu ihrem Berater rennen und ihm ihre Fragen stellen, anstatt sich als erstes mal mit ihren Kunden zu unterhalten! (Nicht, dass mich das stören würde... auch so kann ich mein Honorar verdienen...) (Natürlich weiß auch nicht jeder Klient, wie er den Kunden zu befragen hat und braucht dafür Unterstützung. Aber überhaupt auf die grundsätzliche Idee, den Kunden zu befragen, zu kommen, sollte er eigentlich schon selbst...)

Komisch, wie wenig manchmal von "marktorientierter Unternehmensführung" verstanden wird.

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