31. Mai 2003

[ Geschichten ]

[BlogTalk] Review: Evening 1

Max Scheugl hat das klug angestellt: Am ersten Abend führte er - der ortskundige Führer - uns - die ausgehungerten, müden, jedem die-Initiative-Ergreifenden wie Schafe folgenden Konferenzteilnehmer - in ein Lokal unweit des Naschmarkts. Vorher hatte er einen Deal mit dem Gastwirt gemacht und vereinbart, dass 20% unseres Wiener-Schnitzel-Umsatzes an ihn gehen. ;-)

Wir warteten also 2 Stunden auf unser Essen (die Schnitzel waren kalt, die Fritten richtig kalt und ölig, der Salat.. naja, lassen wir das.) und hatten trotzdem noch einen prima Abend. (Foto) José erzählte mir, warum er Professor geworden ist und ich lernte Papa Scott kennen.

Max: Next time we know! ;-)

Fast noch besser als das Zusammensitzen in der Bar war aber das, was vorher und nachher passierte: Der Hinweg sah vor, dass sich 10 Blogger in eine übervolle U-Bahn quetschen und wilde Witze über das Bloggen reißen. "Man war in sehr guter Stimmung." Und die anderen Fahrgäste müssen uns für Außerirdische gehalten haben.

Beim Verlassen der Kneipe quatschte Phil Wolff einen Touristen an, den er irrtümlich für einen Konferenzteilnehmer hielt:

Phil: "So... what made you come to a Weblog-Conference?"
Touri: "Er... what is a Weblog?"
Phil: "Oh, so you're not particpating in this Weblog-thing...?"
Touri: "No - but what is a Weblog?"
Phil: "Do you know about the Internet?"
Touri: "Yes!"
Phil: "Do you have a Website?"
Touri: "Yes!"
Phil: "Have you updated it in the last six months?"
Touri: "No!"
Bingo. Phil erklärte also dem Touristen und seinen dann auftauchenden Begleitern (es stellte sich geraus, dass sie allesamt Teilnehmer des am Sonntag stattfindenden Wien-Marathons waren) was Weblogs sind. Und: Sie schienen es sogar zu verstehen. Höflich verabschiedeten wir unsm natürlich nicht ohne zu fragen:
"So... what's a Marathon?"

Der Abend wurde noch sehr, sehr lang. Ich diskutierte lange mit Lilia Efimova über die Schwierigkeiten, die Mitarbeiter haben bzw bekommen könnten, wenn sie im Intranet bloggen, vor allem über die Frage der Urheberrechte und darüber, was passiert, wenn ein Mitarbeiter die Organisation verlässt.

Einige Stunden und Kilometer (warum waren so spät immer noch so viele Leute in der Innenstadt unterwegs? Faszinierend.) sprachen wir mit Phil Wollf über das Schreiben von Managementliteratur. Ich werde nicht versuchen, die Gesprächsinhalte wiederzugeben... ich habe in diesen 60 Minuten so viel gelernt, dass ich ein Buch drüber schreiben.. oh... Moment... ;-)

Danke für den schönen Abend.

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Ich kann nicht sagen dass ich alles verstehen kann. Aber ich denke dass es ist eine schone Story von Blogtalk. Ich lese es mit gern und it makes me pleasure to come back to these evenings... thanks, Martin.

Maria Milonas am 03.06.03 00:17 #