13. Mai 2003

[ Geschichten ]

Debriefing 1. Vorlesung

So, die erste Vorlesung ist überstanden. Eindrücke: Das Publikum insgesamt aufmerksamer, aber weniger aktiv als erwartet. Vielleicht ist das noch die Naivität des zweiten Semesters, vielleicht waren sie nur müde - auf jeden Fall hat man mir nichtmal bei den bösesten Bemerkungen widersprochen! Beim nächsten Mal werde die Leute stärker darauf hinweisen, dass sie mich unterbrechen sollen wenn sie einen Gedanken haben!

Die letzte Reihe schwätzt viel und amüsiert sich ansonsten gut. Im Raum verteilt eine ganze Reihe von Leuten die sehr aufmerksam zuhören und bei zu klein geratenen Elementen in Grafiken auch mal nachfragen. Eine einzelne schläft (war ich das? Oder die letzte Nacht im Flower?).

Zeit für ein Debriefing:

  • Ich habe viel zu schnell geredet. Das ist richtig schlecht, denn ich weiß eigentlich, dass ich vor Publikum immer zu schnell rede. Beim nächsten Mal: Ruuuuhig.
  • Ich habe in die Projektion anstatt in den Saal geredet. Zum Teil muss die Saalakustik mich da mitbeeinflusst haben: Der Raum ist ein recht langer Schlauch, der, wenn man längs in ihn hinein spricht, Hall und Reflektionen zurückwirft. Ziemlich unangenehm. Trotzdem: Ich sollte die Leute anschauen und nicht meine Folien.
  • Timing I. Nachdem ich in der Mitte Angst hatte, zu schnell fertig zu werden, ging mir am Ende, als die Ausführungem zum Neuen Markt und zum Hype dann doch länger wurden, die Zeit aus. Schlecht. Beim nächsten Mal die Internetgrundlagen zügig durchgehen (dabei aber laaangsaaam sprechen, siehe oben) und mehr Zeit für die Marktbetrachtungen und vor allem den Transfer zur Entwicklung von E-Business-Strategien lassen (der heute fast völlig unter den Tisch fiel).
  • Timing II: Rechtzeitig fertig werden. Es scheint dort einen Kampf um das Mensaessen zu geben. Auf jeden Fall wollen die Leute sehr pünktlich weg. Planen, 10 Minuten vor der Deadline mit dem Stoff fertig zu werden, damit der Hinweis auf die Mailingliste zur Vorlesung noch genug Raum hat und die Leute die Möglichkeit haben, danach noch einzeln Fragen zu stellen.
Fortsetzung nächste Woche.
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Rechtzeitig fertigwerden ist gaaanz wichtig. Die letzten Minuten packen 50 Prozent der Leute ihren Kram eh schon ein und hören nicht mehr zu. Besonders mittags. Da kommt es umso besser an, wenn der Dozent fragt, ob das Publikum auch "so 'nen Hunger" hat und dann die Vorlesung früher beendet (wir liegen ja gut im Zeitplan). Heute geschehen bei Prof. Indermark, RWTH-Aachen.

Andreas Roell am 13.05.03 18:23 #
 

Guten Abend,

als "letztReiher" moechte ich dochmal behaupten, dass ich nicht gequatscht habe. Das mit der mangelnden Aktivitaet ist wohl zu einem Grossteil der Geschwindigkeit der Vorlesung geschuldet.

Ansonsten bis naechste Woche.

MfG
Daniel Fichtner ("Globalisierung bedeutet fuer Viele sicherlich Vieles...")

Daniel Fichtner am 13.05.03 21:17 #
 

Nochmal ich.

Ich faende es sehr informativ, wenn Sie auch etwas auf den rechtlichen Aspekt von e-Commerce (Datenschutz, UrhR? etc.) eingehen koennten.

... Welcher Transfer von Strategien?

gruesse Daniel

Daniel fichtner am 13.05.03 21:29 #
 

Wie manche Leute so Ihre Prioritäten setzen, echt übel? Da bekommt Ihr Insiderwissen aus erster Hand und wollt früher zum Mittagessen. *shameonyou*

MSc am 13.05.03 22:26 #
 

Hab ich mich des Essens wegen beschwert?
Die Schande nehm ich nicht an ;).

D.

Daniel fichtner am 13.05.03 22:41 #
 

als "letztReiher" moechte ich dochmal behaupten, dass ich nicht gequatscht habe.
Da war ich unpräsise. Ich grenze das auf "den vom Referenten aus linken Teil der letzten Reihe" ein. (Auf das die mich jetzt mit Mailbomben vollschütten.) ;-)

Was den Transfer angeht: Ich hätte gerne noch den Bogen gespannt von den Entwicklungen in psychologischen Faktoren im Hype zur Entwicklung von E-Business Strategien heute. Das heißt: "Was bedeutet das, was damals im Hype passiert ist eigentlich für mich, wenn ich heute in einem Unternehmen E-Business machen will?" Das kam heute zu kurz. Mal sehen, ob sich in den künftigen Veranstaltungen noch daran anknüpfen lässt.

Ist das Mensaessen an der BA eigentlich genießbar? Dann können wir nächsten Mal zusammen hin gehen - dann werde ich auch rechtzeitig fertig. ;-)

Martin Röll am 13.05.03 23:11 #
 

Ob das Essen geniessbar ist? Ich denke, dass kommt auf die Vergleichmoeglichkeiten an. Den aelteren Jahrgaengen scheint es zu schmecken (oder besser, man kann es essem), da es vorher wohl eine richtig schlechte Mensa gab. Nach meiner Auffassung kommt es wohl auf die Tagessform des Koches/Koechin/etc an. Diese reicht von "o gott, wo sind denn die Sandalen abgeblieben" ueber "ups, da ist mir aber grad das Salzfass aus der Hand geglitten" bis zu ab und an ganz gut ;).

gruesse

df.

Daniel Fichtner am 14.05.03 00:57 #