27. April 2003

[ Blogosphere ]

How not to link

Bei David Weinberger gibt es eine interessante Diskussion in den Kommentaren zu einem Blog-Eintrag, über das "Schreiben über aber nicht Linken auf" etwas, das man nicht mag oder nicht unterstützen möchte.

Jim Basset schlägt vor:

How about a free service where anyone can create a URL that will redirect a person to the (negative) link you want people to see. Instead of linking to Orlowski you'd link to www.badkarma.com/orlowski (or whatever) and then be redirected to him. This would solve the google issue, wouldn't it?

Und der Kommentar vor "mrG" lies mich über die Verantwortung für Links und deren Effekte auf das Netz nachdenken:

It's encouraging to see you and Euan both being aware of the ecology whole-system effects of your blog links and also being thoughtfully willing to be responsible for the effects your links might have.

(Diese Tage ist das Blog von David Weinberger extrem gut zu lesen. Er berichtet von der O'Reilly Emerging Technology Conference)

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.

Unter der Überschrift 'Preventing comment spam' hat Google etwas Neues eingeführt: Hyperlinks, die ein spezielles Attribut tragen, werden künftig nicht mehr für den Pagerank gewertet. Weblogsoftwarehersteller wollen in ihre Software implementieren, das...

Das E-Business Weblog: Verwunderung über Google und Weblogsoftwarehersteller ob 'rel=nofollow'. (20.01.05 17:52)

 

Nicht-Verlinken halte ich für Blödsinn genauso wie jegliche Zensurversuche in einem System - es wird dadurch nur anfälliger. Besser das System - hier die BlogSociety und die Leute dahinter - lernt damit umzugehen.

Der Vorschlag über eine DrittUrl zu verlinken, bingt m.E. keinen Unterschied zu direktem verlinken. In jedem Fall wird bei einer negativen oder positiven Diskussion eine Seite popularisiert - ob sie direkt oder indirekt verlinkt wird.

Ich sehe es eher als kindisch und leicht egozentrisch, nicht auf den zu verlinken, den man nicht leiden kann...

Entweder man erspart sich jeglichen Kommentar oder ist so fair, Quellen zur Diskussion zu nennen. Und entspinnt sich eine heftige Diskussion, steigt die Linkpopularität nach demokratischer Weise, wobei sie im Kontext zu den positiven oder negativen Inhalten der Diskussion steht. Stichwort: googlewashed.

Eine "böse" Seite sollte besser mit einer grossen "bösen" Linkpopularität auftauchen als gar nicht.

Ralf Resack am 28.04.03 10:55 #