16. März 2003

[ Trends ]

Ein sehr lesenswerter Artikel in der FTD über die Komplexität der Computertechologie und ihre Auswirkungen: Eine Fahrschule für die digitale Autobahn

Gegen Ende eine interessante Prognose:

In der nächsten Phase werden Unternehmen primär in die kommunikativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter investieren, nämlich in die Fähigkeit, zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden, in die Fähigkeit, entwürdigende Software zu erkennen und abzulehnen, in die Fähigkeit, Wissen durch soziale Vernetzung zu verbessern, und in die Fähigkeit, Muße und Energie zum Denken und zu wahrer Kreativität durch Reduktion von Störung zu gewinnen.

und, etwas streitbarer:
Die nächsten Jahre gehören zunächst einmal der Offline-Revolte. Es gibt einen Hang, das Handy wieder abzustellen, den Palm nicht mehr zu synchronisieren. Es gibt eine Sehnsucht nach Handwerk, Reduktion, sinnlicher Welt, nach Langsamkeit, Eindeutigkeit, nach dem "unitasking" der Konzentration. Dies wird einerseits, wie beim Chauffeur-Auto, eine neue Arbeitsteilung hervorbringen: Wir lassen wieder computern, anstatt uns selbst mit dem ganzen Zeug abzuplagen! Es wird andererseits zu "Retro-Technik" führen, in der sich High-Tech und Low-Tech zu Smart-Tech verbinden.

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