11. März 2003

[ Blogging , Wireless and Mobile ]

MoBlogging @ Jamba?

Ich habe mich vorhin, während eines vierstündigen Gesprächs mit jemandem, der mal ein richtig guter Weblogger werden könnte, gefragt, warum Jamba eigentlich noch keine MoBlogs anbietet.

Trackbacks sind Links von anderen Weblogs auf diesen Eintrag.  

Aha. Und was hat er gesagt?

Dirk Olbertz am 11.03.03 20:55 #
 

hmm, ich wuerde meinen, dass jamba mit seiner jetzigen zielgruppe nicht wirklich die weblogger erfasst.

Nico am 11.03.03 23:15 #
 

Kannst Du das ein wenig ausführen, Nico? Warum denkst Du, dass Weblogger nicht Jamba-Zielgruppe wären? Oder andersrum: Denkst Du nicht, dass die Jamba-Zielgruppe gerne mobloggen würde und dass das für Jamba ein spannender Dienst wäre?

Martin Roell am 12.03.03 14:56 #
 

nee, ich denke, dass der typische jamba-user an sich eher dazu neigt, sinnlose knlingeltoene und logos runterzuladen, bzw. an freunde und verwandte zu schicken. interessant ist meiner meinung nach ein moblog erst, wenn man per mms ein bildchen beispielsweise ausm urlaub an sein blog schicken kann. vor meinem inneren auge zeichnet sich unter jamba-user aber eher das bild eines teenagers ab, der blutige finger vom smsen und ein leeres konto vom klingeltondownloaden hat, aber selten saetze ueber 160 zeichen laenge formulieren kann.

vielleicht stimmt das auch alles nicht und jamba user sind die wissenselite von morgen, haben allerdings die gabe, komplexe sachverhalte mit wenig buchstaben ausdruecken zu koennen. wer weiss das schon. :)

Nico am 12.03.03 15:17 #
 

die art von webloggen, auf die wir uns alle beziehen, beinhaltet neben schreiben vor allem das lesen. was nuetzt es mir, wenn ich ein bildchen in mein weblog posten kann, aber das feedback nicht mitkriege? und selbst wenn ich die kommentare, trackbacks und referrerlinks auf mein mobi kriege, ist mir das 1,29 euro pro mms wert? weblog-schnittstellen fuer sms, email oder wap gibt es schon seit ueber zwei jahren, aber kaum einer macht es.

ich bin mir sicher, dass man mit mms und web funktionierende communities bauen koennte, aber die haben dann wenig mit weblogs in unserem sinne zu tun.

kris am 12.03.03 16:04 #
 

Ich stelle mir das so vor: Jamba bietet einen Dienst an, mit dem ein web-basiertes Moblog geschrieben werden kann: "Rufe Nummer 12345 an und labere los und schon steht es im Web in deinem Weblog." und "Sende eine MMS an 12345, das Bild erscheint sofort in ...". Das Lesen passiert dann eben auf Jamba, wo sich die begeisterten künftigen Daumenphysiotherapiekunden dann gleich frische Klingeltöne besorgen können. Also Schreiben per Mobile, Lesen im Web auf Jamba.

(Du hast recht, dass es die Technologie zwar schon gibt, aber im Moment ist die für die Kids noch nicht nutzbar. Die brauchen alles pre-configured damit sie nur noch lossimsen müssen.)

Martin Roell am 12.03.03 16:11 #
 

klar, aber es gibt auch genügend schlaue weblogger die sich eine mobloglösung konfigurieren könnten, aber sie benutzen es trotzdem nicht. wieso sollten dann die kids ihr taschengeld fuer sowas ausgeben? andererseits als eine firma wie jamba koennte man sowas schnell mal aufsetzen und testen.

kris am 12.03.03 17:05 #
 

naja, ich weiss nicht, ob das handy momentan so super geeignet ist fuers mobloggen. Ich persoenlich kann mir vorstellen, pix und kurztext von unterwegs loszuschicken, aber alles andere waere mir aufm handy zu umstaendlich. aber das ist geschmackssache... :)

Nico am 12.03.03 18:55 #
 

der gemeine Jamba-Nutzer ist sicherlich nicht der (momentan noch) normale Blogger, aber mit Freenet und 20six werden ja auch ganz neue Nutzergruppen angesprochen.

Das bloggen von unterwegs mit MMS und Sprachsteuerung für die Zielgruppe von Jamba interessant wäre dem stimme ich zu.
Betrachtet man mal mit viel Phantasie den Slogan von Jamba, "Fun, Email und Internet für Ihr Handy" kann man aufbauend auf dem Tenor -Vernetzung der Nutzung von Internet und Handy- und der Blickrichtung des Geschäfts von Jamba die Bandbreite der Spekulationen noch verbreitern.
Jamba will das die kostpflichtigen Dienste genutzt werden, wenn jetzt der Community aus dem SMS Chats (und was sonst auch immer es gibt) ein Weblog geboten wird, den man über alle möglichen Wege füllen kann dann gibt es:

a; Kundenbindung, b; Einnahmemodelle (Einstellen, Kontaktaufnahme, Benachrichtigung) und c; ein Baustein von Dienstleistung der gut zu Email und Onlinephotoalbum in der Zielgruppe passt.

Achso bei Jamba gibt’s den „Mobile Banking Service“ (lt. Jamba 10.000 Nutzer) damit erhält man Zugriff per Handy auf „all seine Bankkonten und Wertpapierdepots“ das nur mal zum Thema Zielgruppe. :-) Aber bei 3 Mio. Kunden relativiert sich das wieder

René am 13.03.03 14:14 #
 

hmm, wieso erörtern wir hier eigentlich moegliche geschaeftsmodelle fuer jamba? mir ist es eigentlich wurst, was die anbieten...

Nico am 13.03.03 17:52 #
 

Die Frage fand ich durchaus interessant, habe nachgefragt und Jamba hat darauf auch eine Antwort: "Pressesprecher Tilo Bonow auf Anfrage gegenüber der Netzkritik: 'Wir werden in naher Zukunft einen entsprechenden Dienst bereitstellen.'" (Im Volltext: http://www.netzkritik.de/art/115.shtml)

Niels Gründel am 19.08.03 20:03 #
 

Danke für den Hinweis!

Martin Röll am 20.08.03 10:17 #