22. Februar 2003

[ Meta E-Business Weblog ]

Back from the Highlands

Die Lösung des Transportproblems war die einfachste und schönste: Danke, Peggy, für das Mitnehmen!

Eine Erfahrung, die man unbedingt mal machen sollte: Wegfahren, 12 Stunden nachdem etwas ganz Großes losging. Spannendes Gefühl im Magen: Man fühlt oder ahnt die Veränderung die kommen wird, aber kann nichts tun, außer zu antizipieren und genau zu analysieren, was die wirkliche Bedeutung des Ereignisses wohl sein mag. Schärft die Sinne ungemein. Das Risiko ist nur, dass man tatsächlich etwas übersieht und verpasst. Und ich weiß es, während ich diese Zeilen schreibe, immer noch nicht:

Letzten Sonntag war ich das letzte Mal am Web, und da hatte Google gerade Blogger gekauft. Jetzt ist es Samstag Abend (ich sitze im Zug zwischen Frankfurt und Dresden, noch weit weg vom Breitband)... was mag seitdem passiert sein?

Im Röll-Paralleluniversum ist folgendes passiert: Glasgow besichtigt, vor allem Universität und Kunstgalerien, in die Highlands und an die Westküste gefahren, Inveraray und Oban besucht, geträumt, über Schlösser und Infrastruktur-Anforderungen an Aufenthaltsorten am Ende der Welt philosophiert, Schafe erschreckt, Whiskyduft geschnuppert, beim Sonnenuntergang aufs Meer geschaut und dabei Tee getrunken, viel Bus gefahren, Glens und Lochs gesehen, gefroren, noch mehr Tee getrunken, Haggis gegessen, versucht, einen Überblick über die schottisch-englische Geschichte zu bekommen und zu behalten, dabei teilweise erfolgreich gewesen, nach Edinburgh gefahren, viel Stadt gesehen, mehr Kunstgalerien besichtigt (große Empfehlung: Die Bibliothek der Dean Gallery), viel über schottische Literatur gelernt, einen der genialsten Club-Abende meines Lebens verbracht.

Wort des Tages: Ausgeglichenheit. Bald mehr.