1. Januar 2003

[ Wissensmanagement ]

E-Learning ist nicht magisch

heise - Experten kritisieren E-Learning (via schockwellenreiter)

Nichts weltbewegend Neues, aber man kann es nicht oft genug sagen: Eine auf das "E"-eingeengte Sicht auf E-Learning bringt überhaupt nichts! Erst recht nicht, wenn das "E" darin besteht, beliebiges Kursmaterial zu HTML-ifizieren und mittels einer möglichst teuren "E-Learning-Plattorm" zu verlinken.

Sobald die Technologie ins Spiel kommt, scheinen viele Unternehmen die in langen Jahren gelernten Grundlagen dessen, was früher "innerbetriebliche Weiterbildung" hieß, zu vergessen und verlieren sich in hektischer Aktivität. Da werden Kurse zusammengeschustert und irgendwie ins Internet gepackt. Da werden E-Learning-Programme für Mitarbeiter zusammengestellt, die gar nicht wissen, warum sie plötzlich was lernen sollen. (Sie klicken die Kurse dann aber brav durch, damit sie den Haken kriegen und der Chef am Ende des Monats nicht fragt, warum sie denn nicht gelernt haben.)

Das, was zur Zeit gerne "Blended Learning" genannt wird, hat weniger die Mischung von neuer und alter "Technologie" zum Erfolgsfaktor, sondern vielmehr, dass Erfahrung über die Weiterentwicklung der Bildung und des Wissens von Mitarbeitern auch bei der Neukonzeption von technologiegestützen Kursen eingesetzt wird und man sich von der Vorstellung verabschiedet, dass durch HTML und "selbstgesteuertes Lernen" ganz von allein Wunder vollbracht werden.

[Nachtrag] Siegfried Hirsch (mit neuem Weblog!) geht noch ein ganzes Stück tiefer und nimmt die Meldung zum Anlass über eLearning und Weblogs zu schreiben.

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