21. Dezember 2002

[ Blogging , Wissensmanagement ]

Weblogs und Storytelling

Das AOK Knowledge Architecture EZine (Zugang nur für Mitglieder) über Weblogs und Storytelling:

Most folks see blogs as brain dumps, centered directly on the interests of the writer. Knowledge blogs, while still focused on the writer, attempt to stretch beyond to conversations that will benefit the organization at hand. The eLearningPost article delves into the connection between storytelling and blogging.

The authors argue that storytelling has become an accepted means of transferring knowledge, particularly the tacit knowledge associated with context that is difficult to transmit otherwise. They then show how traditional stories and blogs are the same. And finally, they show how blogging is clearly connected to knowledge management and the transfer of that ever-valuable tacit knowledge. They even provide some links to some small organizations which are using blogs as part of their daily business.

Mit den Gemeinsamkeiten von Storytelling und Weblogging hat sich Andrea Janßen schon vor einigen Monaten befasst:

Storytelling ist eine mündliche Kommunikationsform, aber die Verwandschaft zum Experten-Weblog (klog) ist unübersehbar. Auch hier wird aus dem Nähkästchen geplaudert und sachliche Information mit persönlichem Zugang vermischt. Und Bedeutung gewinnt die Erzählung aus dem gemeinsamen Hintergrund von Schreibern und Lesern.

Ein wahnsinning spannendes Feld. Unternehmen, die systematisch den Zugang zu diesen KM-Themen suchen, können ganz neue Erfahrungen machen, die fernab der üblichen "Expertendatenbank, Taxonomie, Meta-Information, Textmining, Suchmaschine"-Frustrationen liegen.

(Dabei fällt mir auf, dass ich noch gar nicht über die Keynote von Dave Snowdem auf de KM Europe gebloggt habe. Kommt also noch.) Nach Snowdens Ansicht sind die meisten IT-Tools, über die heute im Wissensmanagement gesprochen wird, vor allem "Hygienefaktoren", nicht aber Erfolgsbringer. Das predigen die Sozialwissenschaftler ähnlich schon seit Jahren: Wissensmanagement tut vor allem etwas für Wissensarbeiter. Die werden aber durch eine schönere Suche oder Taxonomie nicht sprunghaft produktiver. Die wahren "Schätze" liegen woanders vergraben.

Vielleicht werden ja durch die Weblog-Bewegung mehr Manager auf andere, bisher (zumindest im deutschen Sprachraum) unterrepräsentierte Möglichkeiten im Wissensmanagement aufmerksam. Mich würde es freuen.

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